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Der Tod ist ein Postmann mit Hut

Roman

Martin von Arndt

2009, 206 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-37-2

€ (D) 17,90 / (A) 18,40*

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Spannend, voller Esprit: ein »Seelenkrimi«. Ein wunderbar leichtfüßiger Roman, der allerlei zu denken gibt. Und für den der Autor den Thaddäus Troll-Preis 2010 erhalten hat.

»Martin von Arndt schreibt kunstvoll-virtuose Prosa.« Rolling Stone
 
»Ich habe den ›Postmann mit Hut‹ in einem Rutsch gelesen, derartig mitreißend ist er geschrieben. Eine Engführung von Spannung und Rätselhaftigkeit, von kriminalistischem Plot und existentiellem Verlorensein – und eben das gelingt diesem Roman. Er hat mit der Idee der leeren, unbeschriebenen Briefe ein Inbild für Unaussprechliches gefunden. Und das gelingt nur selten einem literarischen Werk, das gelingt nur einmal alle paar Jahre …« Joachim Zelter
 
 
Zum Inhalt:
 
Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibebrief? Und was will ihm der Absender damit sagen? Gibt es etwa ein dunkles Geheimnis in seiner eigenen Vergangenheit oder in seiner Familie? Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio, der seit Jahren davon lebt, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten: »Smells like teen spirit. Mit Geschmacksverstärker.« Julio beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Es wird eine Reise, die ihn auf sich selbst zurückwirft, sein Leben ziemlich durcheinander schüttelt.
 
 
Ein paar Zeilen zur Probe:   
 
»Der Tod istein Postmann mit Hut. Jeden ersten Mittwoch im Monat bringt er mir ein Einschreiben. Er hält mir sein tragbares Terminal hin und einen Stift, und ich krakle einen großen Kreis, dazu inmitten des Kreises einen Haken von rechts nach links und einen von oben nach unten, etwas das aussieht wie eine gewagte, eine gewogene und doch für zu leicht befundene Unterschrift. Dann deutet er, der mich längst duzt und den ich nicht mehr sieze, ein Lächeln an und fährt mit dem Zeigefinger flüchtig an seinen Tirolerhut und dreht sich auf der Schwelle. Ich sehe ihm noch einen Moment nach und ziehe mich mit dem Einschreiben zurück in meine Wohnung. Dann setze ich mich, rücke mit dem Stuhl an den Tisch heran und öffne das Kuvert mit dem Zeigefinger. Meine Bewegungen sind so achtsam, dass ich nicht einmal das Reißen der Papierfasern höre. Vielleicht diesmal, jubelt etwas in mir einem neuen Ausgang des Spiels entgegen. Aber nein. Wieder nur das einmal gefaltete leere Blatt. Das Monat für Monat wiederkehrende weiße Papier, ein anonymes Schreiben in einem Standard-Umschlag. Heute wie letzten Monat. Wie vorletzten Monat. Heute wie immer.«
 
 
Playlist der »18 Kostbarkeiten«:
 
 1. Beatles: Eleanor Rigby
 2. Arlen / Harburg: Somewhere over the Rainbow
 3. Kate Bush: Running up that Hill 
 4. Iron Butterfly: In-a-gadda-da-vida 
 5. Nirvana: Smells like teen spirit
 6. At the Drive-In: Non-Zero Possibility
 7. Phantom Planet: First things first
 8. Sidney Bechet: Petite Fleur 
 9. Miles Davis: Fahrstuhl zum Schafott / Titelsequenz
10. Freddy Quinn: So schön, schön war die Zeit
11. Interpol: Slow Hands
12. Franz Ferdinand: The Dark of the Matinee
13. Elefant: My Apology
14. Thom Yorke: Harrowdown Hill
15. Young Gods: Nous de la lune
16. Roland Kirk: March on, Swan Lake
17. Momus: Professor Shaftenberg 
18. James: Getting away with it 
 
Hören, was zwischen den Zeilen durchklingt, können hier.
 

Das Buch zum Reinschauen:

Das Buch in der Kritik:

Das Buch in der Kritik:
 
»Ein Muss für: Musikanten. Das Buch klingt in allen Tönen, von den tieftraurigsten über die schrillsten zu den höchsten. Ein Roman, der so wie er sich liest, mit Herz und Seele geschrieben wurde.« Tania Kummer, drs3

 

»Ein großes poetisches Talent. Mit ›Der Tod ist ein Postmann mit Hut‹ hat sich Martin von Arndt, dessen Beobachtungsgabe und Sprachbeherrschung zu den schönsten Erwartungen berechtigen, neuerlich als angehender Autor von Rang zu erkennen gegeben.« Zeit-online
 
»Es ist ein Buch für Spinner und voller Verrückter. Es ist rätselhaft und gut erzählt, die Handlung spinnt sich immer weiter. ›Der Tod ist ein Postmann mit Hut‹ ist bedeutungsschwer, aber auch sehr unterhaltsam, sehr komisch. So richtig was für alte Rock'n Roller!« Elke Heidenreich, »Lesen!« www.litcolony.de
 
»Von Arndt erschafft Bilder von großer Intensität und Schönheit. Von einem feinen, kunstvollen Ironiefaden durchzogen vermittelt dieser Roman - so ganz ohne Soziologenslang, existentialistischer Unterfütterung oder pädagogischem Impetus - vor allem eines: Hoffnung. Oder genauer: die Hoffnung auf eine Hoffnung.« Glanz und Elend
 
»Ein schräges Buch über Musik, die Liebe - und das deutsch-österreichische Verhältnis.« Lift
 
»Von Arndt geht es um Einsamkeit und Beiseitestehen, um das Leben als eher verrinnende denn gestaltete Zeit. Angenehmerweise geht es ihm aber vor allem um eine Sprache, die das vom Stillstehen wunde Dasein ohne Wehmutsgewinsel beschreibt.« Stuttgarter Zeitung
 
»Eine tragikomische Verliererballade. Ein angenehm unaufdringlicher Roman über urbanes Außenseitertum, dessen sanfte Pointe dem Helden eine neue Perspektive gewährt.« Kieler Nachrichten
 
»Ein Krimi könnte so beginnen, gekreuzt mit einem Roadmovie, versehen mit einem Hauch philosophischem Esprit. Steht das unbeschriebene Stück Papier als Symbol für die Leerstellen in Julios Leben? Als Sinnbild für das Unaussprechliche, Tabuisierte? Treten die dunklen Seiten aus Vergangenheit und Familiengeschichte wieder an die Oberfläche? Ein herrlich skurriles, schräges, synkopisches Stück Prosa!« Titel-Magazin
 
»Über den Tod sollte Arndt zwar noch ein Buch schreiben, darüber ist hier nicht alles gesagt, nicht von ihm, der mit ernsten Themen zurecht kommt (vergleiche sein Debüt ›ego shooter‹). Ansonsten Hut ab, Herr Postmann. Kafka meets Thomas Mann, und das auf dem Hundeklo. Man soll immer viel von der Literatur verlangen - hier bietet sie Erstaunliches.« Ewart Reder / www.poetenladen.de
 
»Was ein skurriler Kriminalfall sein könnte – und wegen mangelnder Konkretisierung noch nicht einmal ein Kriminalfall ist – wird dank der poetischen Präsenz, dem analytischen Blick für eine zwingende Komposition und dem sprachlichen Gespür von Arndts zur flüssig zu lesenden, manchmal zum Schmunzeln, jederzeit zum Nachdenken verleitende Geschichte.« Schwarzwälder Bote
 
»Großartig verstörende Prosa. Isolation, Schmerz, kaputte Liebe und kaputte Familie – das waren die Themen, die von Arndt in ›ego shooter‹ wunderbar analytisch sezierte. ›Der Tod ist ein Postmann mit Hut‹ ist eine leisere, still erzählte Geschichte. Martin von Arndts Sprache ist sanfter, sie wirkt, der österreichischen Idiome und Mundart wegen, fast ein wenig altmodisch. Das ist aber nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil. So folgt man dem Protagonisten umso lieber – mit bedächtigen Schritten auf dessen Weg, die Leere zu füllen.« Berliner Literaturkritik 
 
»Eine elegante Melange aus philosophischer Krimi-Parodie, Entwicklungsroman und verhaltener Feier des Glücks der Anarchie.« Reutlinger Generalanzeiger
 
»Wut, Angst, Neugierde: Das leere Stück Papier, auf das der Protagonist alles Mögliche projiziert, wird zu einem Katalysator seiner Befreiung. Der Tag zappelt wieder. Eine wunderbar tragikomische Studie einer Depression.« Heilbronner Stimme
 
»Einfach nur genial.« SWR 1, Sonntagmorgen
 
»Von Arndt mischt die Elemente des Kriminalromans zu einem neuen Spiel. Es beginnt als Groteske, doch am Ende hat von Arndt eine ganz menschliche Komödie unter den Hut dieses schmalen Romans gebracht.«  Spiegel online
 
»Eine wirklich abgefahrene Geschichte, in der sich versoffene alte Kriminalbeamte tummeln, ein Mädchen, das eine Beichtweltmeisterschaft gewonnen hat und in der auch noch ein Mord passiert. Ein Buch mit Charakter: originell, skurril, witzig, liebenswert. Ein Buch über das Erwachsenwerden und über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft.« SWR 1, Sonntagabend
 
»Martin von Arndt würzt seinen ungewöhnlichen Krimi mit reichlich literarischen und musikalischen Zitaten, ohne in Bildungshuberei zu verfallen.« Matthias Kehle, Klappe auf
 
»Die prekäre Existenz Julio macht sich auf die Suche nach möglichen Absendern, pflügt seine Vergangenheit und sein ganzes Leben um, bis er die Bekanntschaft mit einem pensionierten Chefinspektor macht und den alten Grantler, einen Seelenveranwandten aus einer anderen Generation, ins Herzs schließt. Von der grotesken Eröffnung führt die Reise durch so etwas wie einen Krimi hin zu einer besonderen Freunschaftsgeschichte unter Musikern, die in angekündigter Tragik enden muss. Martin von Arndt schafft das Kunststück, aus einer allmonatlichen wortleeren Bedrohung eine Reise ins Verheißungsvolle zu machen.« Wolfgang Brenner, Stadtmagazin Xaxer
 
»Mitunter erinnern die Dramaturgie und der Einsatz von Sprache tatsächlich an eine musikalische Komposition - mit Tonartzwechseln, Kontrapunkten und einer klar erkennbaren Entwicklung.« Anja Kümmel, Literaturkritik.de
 
»Martin von Arndt besticht durch seinen fesselnden Schreibstil, seine humorvollen und tiefsinnigen Wendungen, seine beeindruckenden Charaktere. Sehr zu empfehlen.« Buchprofile
 
 
Weitere Infos zum Roman und Autor auch unter http://postmann.vonarndt.de
 
Die Pressemappe herunterladen können Sie hier.
 


Nachrichten über "Der Tod ist ein Postmann mit Hut":



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