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Der General und der Clown

Roman

Rainer Wochele

2008, 404 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-20-4

€ (D) 22,50 / (A) 23,20 *

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Der Völkermord 1994 in Ruanda hält den UN-General John F. Geisreiter auch noch nach zehn Jahren innerlich gefangen. Während seiner Kur im badischen Südschwarzwald kommt es zu schicksalsweisenden Begegnungen - auch mit einer lebensfrohen jungen Frau, einer Antimilitaristin.

»Ruanda, zwischen April und Juni 1994: der schnellste Völkermord der Zeitgeschichte, die schwärzeste Stunde der westlichen Welt nach 1945. Sie will's bis heute nicht wahrhaben. Aber was ist das Völkermordverbot der UN-Konvention noch wert? Was ist unser Gerede über die universalen Menschenrechte wert, was das Pathos unserer Verfassung, nach der die Würde des Menschen unantastbar sei?« Rupert Neudeck
 
»In diesem Buch schreit es nach Leben, schreit es nach Verstehen-Wollen und Nicht-Verstehen-Können. Am Ende legt man es beiseite, verspürt eine große Trauer und ist gleichzeitig glücklich. Manche nennen das Erkenntnis.« Dominique Horwitz, Schauspieler, der in dem Ruanda-Film ›shooting dogs‹ einen belgischen UN-Hauptmann gespielt hat.
 
Zum Inhalt:
 
General John F. Geisreiter, ein Deutsch-Kanadier, war der Kommandeur der UN-Blauhelmgruppe, die 1994 in Ruanda den Völkermord der Hutus an den Tutsis geschehen lassen musste, obwohl er das grauenvolle Morden mit allen militärischen Mitteln hatte stoppen wollen. Über Jahre gelingt es ihm nicht, mit dem Erlebten fertig zu werden. Schließlich reist er in einen am Rande des Südschwarzwaldes gelegenen Kur- und Badeort, wo er hofft, »daheim«, im Landstrich seiner Vorfahren, endlich und in Ruhe sein Erinnerungsbuch schreiben zu können. Hier im Markgräflerland jedoch begegnet er einer lebenszugewandten jungen Frau, Tochter eines Tornadopiloten der Luftwaffe, einer glühenden Antimilitaristin – und die beiden verlieben sich ineinander. Und aufs Neue wird John F. Geisreiter von Afrika eingeholt.
 
Kunstvoll gebaut, gut recherchiert, zutiefst menschlich.
 
Ein Roman, in dem die Dunkelheit des »afrikanischen Genozids« plötzlich auf Lebensheiterkeit, das »La vie badoise« trifft – und auf den Esprit, den funkelnden Witz einer zur Komik begabten Frau. ER hat in die Hölle geschaut, SIE holt ihn ins Leben zurück.
 
Von der Bösartigkeit, der Destruktivität des Menschen und seiner Kraft zur Liebe.
 
 
Ein Absatz zur Probe:
 
»Doch, doch, musste weg. War ein Befehl. Weg, das musste weg und raus. War ein Befehl. Von Generalleutnant John F. Geisreiter an Generalleutnant John F. Geisreiter. Doch, musste weg und raus aus dem Generalleutnant John F. Und wenn man es nicht wegbringen würde, also raus aus dem Geisreiter, Generalleutnant Geis reiter? Was dann? Schluss. Aus. Ende. Hatte man ja schon zweimal versucht. Schluss. Aus. Ende. Und diesmal nicht mit heruntergesoffenem Spiritus und all dem Tablettenzeug. Das ja nicht geholfen hat. Das ja sowieso nicht geholfen hat. Und bis heute nicht half. Musste weg. Nicht geholfen hat, das still zu machen, das in die Entfernung zu schieben nach all den Jahren, das zu einem Flüstern werden zu lassen nach all den Jahren, zu einem Traum vielleicht, aus dem man jedoch jederzeit erwachen könnte; Träume dauern nicht ewig, nein?«
 
 
Das Buch in der Kritik:
 
»Überzeugend. In einer äußerst suggestiven Sprache geschrieben.«
Neue Zürcher Zeitung (zum Vorabdruck des Romans in der Zeitschrift »allmende«)
 
»Ein bewegendes Buch über den ruandischen Völkermord und die seelischen Narben der zum Zuschauen verdammten Blauhelme. Knallhart recherchierte Fakten stehen so neben frei erfunden Charakteren oder Handlungssträngen. Das macht den Reiz der Erzählung aus, ebenso wie die erfrischende, weil eigentümliche Sprache. Wochele thematisiert das Unbegreifliche, die abgrundtiefe Bösartigkeit des Menschen, ebenso wie das Versagen der internationalen Gemeinschaft. Ein Verzeihen und Vergessen kann es nicht geben, nur ein Lindern der Schuldgefühle durch die Kraft der Liebe.« Das Parlament
 
»Klar, präzise, schockierend formuliert, mit einem scharfen und dennoch liebenden Blick auf die beiden Hauptfiguren. Wochele gelingt es, den Leser mit einem der großen Zivilisationsbrüche der Gegenwart zu konfrontieren. So ist ein durchgängig spannendes Buch entstanden.« Stuttgarter Zeitung
 
»Dramaturgisch kunstvoll gestrickt. Schuld und Sühne ist ein zentrales Motiv dieses Romans, der fesselt und aufrüttelt. Schuld eingestehen und verdecken, leugnen und verzeihen. Wocheles Roman deckt auf und durchdringt.« Cannstatter Zeitung 
 
»Der Roman passt fraglos in die Zeit. Ein literarisches Lehrstück zum Thema Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Zudem ein Plädoyer dafür, die Wendungen des Schicksals nicht fatalistisch zu ertragen, sondern sich dem eigentlich Unerträglichen zu stellen.« Die Bundeswehr, Magazin des Deutschen Bundeswehrverbandes
 
»Wochele gibt vielen scheinbar bedeutungslosen Details ein unerwartetes Eigenleben, alles bekommt so eine ungeheure Dynamik.« Stuttgarter Nachrichten
 
»Die Stärke des Romans liegt in der literarischen Verarbeitung des ruandischen Grauens.  Rainer Wochele stellt die richtigen Fragen, ohne der Versuchung zu erliegen, Antworten zu geben.« Radio Dreyeckland 
 
»Rainer Wochele beschreibt, wie Heimat zur Hölle wird, wie die Vergangenheit die Gegenwart überschattet.  Der Roman ist zuallererst das Psychogramm einer Schuldbewältigung, die freilich nicht gelingen kann, denn es geht um nichts Geringeres als um Völkermord. Wochele verknüpft die Fäden der Handlung raffiniert und dreht die Schraube der Entwicklung weiter, steigert die Zufallsbegegnung bis zum Krimi.« SWR 2 / Musik und Literatur aus dem Land
 
»Ein politischer Roman über Gewalt und ihre Folgen. Rainer Wochele lässt sich weit auf die Psyche seines Helden ein.« dpa  
 
»Wochele hat die historischen Ereignisse detailliert recherchiert. Das gut konstruierte Erzählgerüst macht es Wochele möglich, die schweren Gewichte daran zu hängen.« Eßlinger Zeitung
 
»Rainer Wochele versteht es mit diesem Roman, in tiefe Schichten des Bewusstseins vorzudringen, er verknüpft sehr menschliche Themen – die Liebe als Rettung vor dem persönlichen Untergang, zum Beispiel – mit Bildern, die angesichts der Schilderungen von Grausamkeiten in den Kopf kommen, ob man will oder nicht, und die einen nicht mehr verlassen wollen.« Uli Rothfuss / www.kunstportal-bw.de
 
»Verantwortung, Schuld und Ohnmacht, Lebenslust, Moralität und bodenlose Gewalt - die Fragen dazu stellt Wochele durch die Hintertür. Weil er die Wirklichkeit lange konsultiert und zwingend aufgeschrieben hat, muss dem Leser die Antwort schwerfallen. Das Lesen dagegen nicht.« Schwarzwälder Bote
 
»Wochele ist das kleine Kunststück gelungen, eine fragile Balance zwischen dem Horror des realen Grauens und der sanften Poesie des Verliebtseins zu halten. Sie sind die emotionalen Pole im Leben des John F. Geisreiter, der psychisch unrettbar verloren schien. Und das sind allemal die besten Romane: jene, die Hoffnung lassen, ohne garantieren zu können, dass Hoffnung nicht auch enttäuscht werden kann. Auch bei Wochele gibt es keine Happy-End-Garantie, aber Chancen: dass die Völkergemeinschaft mit solchen Verbrechen eines Tages anders umgeht, und dass die Geisreiters dieser Welt nicht ewig in der eigenen Hölle leben müssen.« Heilbronner Stimme
 
»Rainer Wochele hat seinen Roman eng gestrickt und temporeich gebaut, fängt auch die Atmosphäre in Ruanda zu Zeiten des Bürgerkriegs beklemmend lebensnah ein. Wochele hat viel in diesen politischen durchaus raffinierten Roman hineingepackt. Nie wirkt der politische Hintergrund des Geschehens aufdringlich oder belehrend. Es gibt keine festen Gewissheiten, keine Schwarz-Weiß-Zeichnungen.« Deutschlandfunk 
 
»Der detailgenau recherchierte Roman klagt den Völkermord an. In dem Buch dominiert Bitterkeit. Es ist aber auch ein Friedensappell, der mit Hoffnung verbunden ist.« Südkurier
 
»Wochele erzählt rhythmisch, musikalisch, suggestiv, findet sowohl für das Grauenvolle und Erdrückende als auch für das Schwebeleichte, das beschwingt heitere Am-Leben-Sein den richtigen Ton und bei teils kühnen Konstruktionen ein tragfähiges Handlungsgerüst.« Kulturjoker
 
»Wo die Fiktion die Fakten übertrifft, beginnt die Kunst.« Peter Frömmig

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