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Hölderlin war nicht verrückt

Eine Streitschrift

Reinhard Horowski

2017, Auslieferung am 20. Februar 2017, 192 Seiten, mit s/w Abbildungen, Hardcover und Lesebändchen
ISBN 978-3-86351-449-5

€ [D] 20,– / [A] 20,60*

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Hölderlin, so die sensationelle Summe dieser Streitschrift des Pharmakologen Reinhard Horowski, war nicht – wie Psychiater bis heute behaupten und Hölderlinphilologen transportieren – schizophren. Er wurde seinen Recherchen nach mit Kalomel überdosiert fehlmedikamentiert – und also vergiftet. Tatsächlich, es scheint, dass die Hölderlin- Geschichte auf den Spuren Pierre Bertaux’ zu revidieren – und in einem wesentlichen Teil umzuschreiben ist.

Friedrich Hölderlin (1770 – 1843), einer der größten deutschen Dichter, Absolvent des Tübinger Stifts und Magister der Theologie, der Pfarrer nicht werden wollte – und Hauslehrer wurde aus Verlegenheit, u.a. im Hause des Frankfurter Bankiers Gontard. Dessen Frau Susette seine große Liebe wurde – und er die ihre, worauf Gontard ihm die Stelle fristlos kündigte. Die Nachricht vom überraschenden Tod Susettes, seiner »Diotima«, löste bei ihm offenbar eine reaktive Depression aus.

Psychiater vertreten bis heute die feste Überzeugung, dass er an einer Schizophrenie litt. In der Tat zeigte er nach einer Behandlung durch den Tübinger Reform-Mediziner Autenrieth (u. a. mit Kalomel) deutliche Veränderungen in seiner Persönlichkeitsstruktur: Er wurde sehr ängstlich und menschenscheu, wollte frühere Freunde nicht mehr erkennen und hatte einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus mit großer motorischer Unruhe in der Nacht und Tagesmüdigkeit. Viele Zeitzeugen berichten von unwillkürlichen Zuckungen im Gesicht, die sich – auch eine Erklärung seines Hemdenverschleißes – z. T. bis in Schultern und Arme erstreckten. Zudem hatte er alle Schneidezähne verloren.

All diese Erscheinungen sind typische Symptome einer langanhaltenden Kalomel-Vergiftung, wie sie von anderen historischen Fällen bekannt und belegt sind.

Das Buch in der Kritik:

»Man liest diese Streitschrift so gern, weil Reinhard Horowski seinen Hölderlin liebt.« Ulrich Greiner, Die ZEIT


Nachrichten über "Hölderlin war nicht verrückt":



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