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Kunst. Religion.

Versuch über ein prekäres Verhältnis

Jean Pierre Wils

2014, 272 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-082-4

€ (D) 24,– / (A) 24,70*

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Ein Essay über die aufregende Beziehung zwischen Kunst und Religion und den Ursprung dieser Aufregung.

»Man könnte sagen, dass da, wo die Religion künstlich wird, der Kunst es vorbehalten sei, den Kern der Religion zu retten.« Richard Wagner

»Das ›Andere‹ hat sich zurückgezogen – und dabei entweder ungewisse weltliche Spuren oder eine Leere hinterlassen, der noch die Schwingung des Abschieds nachhallt.« George Steiner

»Die Kunst ist eine Zusammenarbeit zwischen Gott und den Menschen, je weniger der Mensch dabei tut, desto besser.«  André Gide

So hört und liest man oft: Kunst sei Religionsersatz geworden, Museen seien zu Kathedralen geworden – und Religion wiederum sei längst (jedenfalls im Westen) dermaßen schmalbrüstig und schwächlich geworden, dass nur noch Ästhetisches und Künstliches von ihr künden könne.
Kann man das so gelten und stehen lassen?
 
In Wirklichkeit ist das prekäre Verhältnis von Kunst und Religion erheblich aufregender und widersprüchlicher, als es diese hingeworfene Kompensationsthese vermuten lässt.

Ohne Zweifel: Kunst und Religion teilen einen gemeinsamen Ursprung. Traumatisches ist ihnen nicht fremd, auch Therapeutisches nicht. Verstünden wir diesen Einsatz, dieses Wirken nicht länger, wäre uns unser Selbstverständnis genommen, unsere Wurzel gekappt.

Ein spannender Essay.

Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Im Verhältnis von Kunst und Religion hat sich eine Ablösung vollzogen. In der Kunst wird artikuliert, was einst in der Religion beheimatet war: die Erfahrung von Verletzung und Verheilung. Aber Ablösung ist nicht bedeutungsgleich mit der Vernichtung oder restlosen Verabschiedung des Alten. Denn Kunst kann Religion nur deshalb beerben, weil es, trotz aller Klüfte, auch Kontinuität gibt, eben die Erfahrung von Verletzung und Verheilung.«
 
»Etwas vermag uns in großer Kunst zu erschüttern, eine ›Atmosphäre‹ stellt sich ein, die über das Urteilen und über das Argumentieren hinausgeht. In solchen Momenten berührt Kunst Religion, ohne zu dieser zu werden. Dass beide miteinander auch auf Kriegsfuß stehen können, zeigen die durch Kunst verursachten Blasphemie-Fälle. Diese zu verstehen, nötigt uns erneut, die durchaus explosive Nähe von Kunst und Religion zu erkunden. Nicht zuletzt ist es das Gespräch mit den Toten, das Religionen immer geführt haben. Ob auch die Kunst dazu in der Lage ist, gehört zu den großen, offenen Fragen, die neu zu gestalten sind.«

Das Buch in der Kritik:

»In der Kunst sieht Wils ›artikuliert, was einst in der Religion beheimat war: Die Erfahrung von Verletzung und Verheilung‹. Nicht von ungefähr gehören seine Passagen über diese beiden Grunderfahrungen zu den stärksten im Buch, besonders seine ›Archäologie eines Traumas‹ über die ›Gewaltökonomie‹. Kunst und Religion dienen der »Gewaltbearbeitung«, insofern über sie ›Verletzungen zu Verheilungen umgebogen‹ werden. Wils hat einen anregenden und aufschlussreichen Essay über die Zusammenhänge von Kunst und Religion wie auch über deren Emanzipation voneinander geschrieben.« Buch des Monats, publik forum

»Über die Grundfrage einer zeitgemäßen Kunstreligion, über Bilder, Riten und Mythen, schreibt Wils ohne spirituelle Manie, mit großer ästhetischer Bildung und theologischer Feinfühligkeit. Sehr empfehlenswert.« Buchprofile, Michael Braun

»Was Wils über die Kraft der Kunst schreibt, ist erfrischend nüchtern und gleichermaßen kritisch gegen kunstreligiöse wie kunstkritische Anwandlungen.« Evangelische Akademie Bad Boll, Susanne Wolf

»Es gibt Bücher, bei denen es sich lohnt, sie nicht nur zu lesen, sondern sie zu studieren. Dieses gehört dazu.« Deutsches Pfarrerblatt


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