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Doppelnaht

Fünf Briefwechsel zur deutsch-deutschen Einheit

Ann-Christin Bolay, Kathrin Hartmann, Stefanie Stegmann (Hg.)

2012, 175 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-044-2

€ (D) 18,90 / (A) 19,50*

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Mit einem Vorwort von Helmut Böttiger

Quo vadis, Deutschland? Beziehungsweise, gut zwanzig Jahre »danach«: Welche Spuren hat die neue »Deutsche Einheit« gesetzt, hinterlassen – oder auch ausgelöscht?
 
Gemeinsam haben das »Literaturbüro Freiburg« und die »inter:est Kulturprojekte Berlin« 2009 fünf renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller eingeladen, mit einem Partner ihrer Wahl einen Briefwechsel, einen literarischen Dialog über den »Stand der Dinge« in Deutschland zu führen.
 
An solchen »literarischen Doppeln« waren beteiligt: Reinhard Jirgl und Ulf Peter Hallberg, Marlene Streeruwitz und Gabriele Gysi, Kathrin Schmidt und Ingeborg Arlt, Andreas Maier und Christoph Schröder sowie Feridun Zaimoglu und Thomas Kunst.
 
Die fünf in diesem Band »Doppelnaht« dokumentierten Briefwechsel zeigen nun ganz divergente Blicke auf Deutschland. Sie umfassen Briefe unterschiedlicher Intensität und Länge, in denen sich die Schreibenden ausgehend von ihren ganz eigenen Lebensumständen und persönlichen Erfahrungen poetisch-reflexiv, bisweilen provokant oder auch abstrahierend über Stimmungen im Land, den Stand der Einheit und offene gesellschaftliche, künstlerische, politische Fragen austauschen. Das ergibt weit über alle kommenden Jahrestage der »Wiedervereinigung« hinaus: eine überaus facettenreiche Bestandsaufnahme
östlicher und westlicher Befindlichkeiten, des deutschdeutschen status quo.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
… der Umstand, dass weite Teile Europas gerade von einer einheitlichen, großartigen Schneedecke überzogen waren, gab mir Anlaß zu grübeln, ob diese Version des vereinten Europas vielleicht die einzige, die wirkliche Einheit darstelle? Reinhard Jirgl an Ulf Peter Hallberg am 27. Februar 2010
 
Für mich wäre ein Weggehen nicht in Frage gekommen. Ich litt nicht genug an der DDR, ich hatte meine Arbeit und meine Kinder und wollte das Land nicht verlassen, von dem ich die Vorstellung hatte, dass es zu mir gehört und dass es mich eines Tages brauchen könnte, wenn es ans Ausmisten gehen würde. Kathrin Schmidt an Ingeborg Arlt am 13. Juli 2010
 
Wir sollen, kurz gesagt, einen Briefwechsel darüber führen, wie es, ganz allgemein gesagt, um Deutschland bestellt ist. Man kann die Fragestellung natürlich gleich auf ganz verschiedene Arten auseinandernehmen, nämlich indem man sich klar macht, dass es in diesem Land etwa 80 Millionen einzelne Menschen gibt und es wohl kaum zu sagen ist, wie es um sie jeweils bestellt ist. Ich kenne Depressive, ich kenne Alkoholiker, ich kenne Leute, die sich gerade frisch verliebt haben, ich kenne Menschen, deren Verein gerade abgestiegen ist, ich kenne glückliche Menschen, die gerade ihr erstes Buch veröffentlicht haben, und alle die denken über alles andere nach, nur nicht über Deutschland. Andreas Maier an Christoph Schröder, undatiert

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