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Sand und Seide

Roman

Rainer Wochele

2012, 256 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-024-4

€ (D) 19,50 / (A) 20,10*

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Eine Liebesgeschichte voller erotischer Spannungen.

Rainer Wocheles Roman »Sand und Seide« wirft ein tiefenscharfes Schlaglicht auf das moralische Befinden unserer sich immer weiter aufspaltenden Gesellschaft. Ein deutsches Sittenbild.

Zum Inhalt:
 
An einer abseits gelegenen Straßenbaustelle im Bayerischen Wald, nahe der Grenze, treffen eine erfolgreiche Unternehmerin aus der Modewelt und ein Mann aufeinander, der ein Gestrandeter, ein Randständiger, womöglich ein Obdachloser ist.

Sie, 36, ist eine attraktive, aparte Frau, ist Inhaberin und Chefin eines florierenden Labels. Als sie erfährt, dass wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bereits ein Haftbefehl gegen sie vorliegt, entschließt sie sich zur Flucht, prescht mit ihrem Porsche auf Nebenstrecken und Schleichwegen Richtung tschechische Grenze, um sich nach Moskau abzusetzen. An dieser Straßenbaustelle bleibt sie mit ihrem Wagen im Sand stecken.

Er, 37, ist ein ehemaliger Computerspezialist aus der Druckbranche, dem mitten in seiner erfolgreichen Karriere gekündigt worden ist. Er campiert seit einigen Tagen neben der Baustelle: ein gescheiter, gebildeter, schlagfertiger Mann mit Ironie und Witz. Einer, der gern Mozart pfeift.
 
Als die Frau ihn um Hilfe bittet, beginnt ein mit allen denkbaren Mitteln geführtes Duell. Das in Liebe endet. Doch da liegt er schon tot unter ihrem Auto.
 
Stimmen zum Buch:
 
»Wenn aus der Zufallsbekanntschaft zweier völlig ungleicher Menschen Liebe wird… Eine Liebesgeschichte voll erotischer Spannung, die, glänzend erzählt, ohne Happy End schliesst.« Mario Andreotti

Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Du liebe Zeit, hatte er gedacht, was ist denn das für eine? Aber da hatte er mit zusammengekniffenen Augen, die alles scharf stellten, bemerkt, dass sie ziemlich erhitzt war und reichlich derangiert aussah. Und in einem plötzlich in ihm hochschießenden Gefühlsschwall hatte er gedacht, die knöpf ich mir vor. Aber so was von vor, knöpf ich mir die. Was? Unsereinem kann doch nichts passieren. Unsereinem ist schon alles passiert. Aber der ist noch gar nichts passiert. Sieht man doch, dass der noch gar nichts passiert ist. Aber das wird sich jetzt ändern. Hier, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und wo man seit drei Tagen hockt und wartet, wird sich das ändern. Für sie. Die schickt einem der Himmel überm Bayerischen Wald, und Maria, Schutzfrau des Böhmerwaldes, bitt’ für uns und Dank dir.«
»Sie fand, der Mann, der da vor einem Zelt am Boden saß, diese hellgrüne Zeltfarbe wäre nicht schlecht für Outdoor-Sommersachen, der sah gar nicht übel aus. Rauchte eine zerknittert aussehende Zigarette, war herrlich unrasiert. Hatte doch eine starke Performance, der Kerl. Den könnte man, so wie er war, präsentieren am Stand einer Modemesse, als Frauenblickfang gebrauchen, könnte man den. Bitteschön, auf den Modemessen, die Männer doch immer extrem unrasiert, protzten förmlich mit ihren Drei-Tage-Bärten, wilder Haarschnitt oft, und diese Männer von oben bis unten auf verwegen gestylt, auf abgerissen gemacht, so als kämen sie direkt von einer Safari oder hätten, weil sie unbedingt ihre Mission erfüllen mussten, in einer dunklen Straßenecke die Nacht verbracht. So. So, der da ...«
 

Das Buch in der Kritik:

»Liebesroman im Sekundentakt: Rainer Wochele zeichnet ein krasses, aber aktuelles Gesellschaftsbild der sozialen Schere, die sich auftut: Mann und Frau, Frau gegen Mann, Mann gegen Frau. (...) Dominanz-Gehabe und Eitelkeit, Stolz, aber auch jede Menge Psychologie spielen hier eine Rolle im sich entwickelnden Liebes-Duett mit Hindernissen.« Cannstatter Zeitung
 
»Scheibchenweise und raffiniert, mal dramatisch, mal zum Lachen lässt der Autor Lebensweisen und Lebenswege kollidieren. Ein unaufgesetztes Liebes- und Gesellschaftsdrama, das trotz einiger Sprachexperimente unterhält und literatrisch überzeugen kann. Das bisher leichtfüßigste Produkt aus Wocheles gesellschaftskritischer Werkstatt.« ekz
 
»Rainer Wocheles Romanfiguren buhlen nicht um Sympathie bei den Lesern. Eher noch zeigen sie die zerstörerischen Kräfte einer entmenschlichten, sich nur auf dass Wirtschaftliche konzentrierende Gesellschaft. Erst in der Extremsituation, im Zusammentreffen der zunächst so verschieden gescheiterten Figuren, zeigt sich wieder die Menschlichkeit. Dass es dennoch nicht zum Happy End kommt, ist das Verdienst des gekonnt beschreibenden und dabei nicht nach einer heilen Welt suchenden Autors Rainer Wochele.« Hamburger Lokalradio
 
»Selbstverständlichkeiten werden nicht infrage gestellt. Doch wie wirken sie auf das Innenleben seiner Figuren, die ja nicht so einfach aus ihrer Haut können?« Heilbronner Stimme
 
»Rainer Wochele erzählt die spannende Geschichte eines kurzweiligen, aber anstrengenden, schwierigen Paares: ›Sand und Seide‹, aber auch Feuer und Wasser. Wochele schildert ihre intensive Begegnung in einer vibrierenden Sprache - mal zupackend, aggressiv, schwül, mal sanft, voller Sehnsucht und Hingabe. ›"Sand und Seide‹ ist eine eindringliche Beziehungsstudie. Wie gesagt: Eine Liebesgeschichte, aber nicht unbedingt eine Urlaubslektüre für Frischverliebte...« Radio Bremen

»Durch die geschickt in die Handlung eingewobenen inneren Monologe der beiden Figuren tun sich umfassende Erfahrungswelten, Innenräume und Abgründe auf. Wochele verdichtet die Handlung auf engstem Raum.« Kultur Joker
»›Sand und Seide‹ ist ein Beziehungsroman von gesellschaftlicher Aktualität, gewürzt mit einem Schuss Wortwitz und Sprachbesessenheit. Glück und Unglück, Reichtum und Armut liegen nicht nur in diesem Roman nahe beisammen.« bn.bibliotheksnachrichten
 
»Durch Details kreiert Wochele Milieus, zeichnet gefahrvolle menschliche Möglichkeiten und die Chance der Liebe, als ursprüngliche positive Emotion alles Trennende zu überwinden. Erzählt wird, fantasievoll, oft ironisch und komisch. Erlebte Rede, direkte Rede, innerer Monolog, Dialoge, Vergleiche, Metaphern, Bilder und Rückblenden werden kunstvoll eingesetzt.« Johanna Walser, Südkurier
 
»Einsatz eines wahren Wortfeuerwerks auf verschiedenen Sprachebenen und letztlich ein unerwartetes Ende - ein wahrlich meisterhaft zu nennendes Buch von höchster gesellschaftlicher Aktualität.« Birgit Karnbach, Buchprofile / Medienprofile
 
 


Nachrichten über "Sand und Seide":



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