Das Buch...

...in der Kritik

Maria Beig. Das Gesamtwerk

In fünf Bänden zu je etwa 400 Seiten im Schuber. Limitiert auf 2000 Exemplare.

Peter Blickle, Franz Hoben (Hg.)

2010, fünf Bände, im Schuber, 1964 Seiten
ISBN 978-3-940086-81-5

€ (D) 49,– / (A) 50,40 Die Bände werden nicht einzeln abgegeben.*

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(Ober-) Schwabens großer Schriftstellerin zum 90.ten! Klöpfer & Meyer bringt ihr zur Ehre und der Leserschaft zur Freude, das ganze Beigsche Literaturwerk als wohlfeile Gesamtausgabe.

Fünf dicke Bände im dekorativen Schuber:

Das literarische Lebenswerk einer Frau, die im Alter von fast sechzig Jahren erst mit dem Schreiben begann.
 
Niemand hätte damals, vor dreißig Jahren geahnt, erwartet, dass Maria Beig ein solches Oeuvre zusammentragen könnte. Vom ersten Buch »Rabenkrächzen « bis zum letzten Buch »Ein Lebensweg« – beide standen jeweils gleich nach Erscheinen auf Platz 1 der SWR-Bestenliste – ist es ihre ganz eigene Stimme, die wir in Maria Beigs acht Romanen, zweiundfünfzig Erzählungen und ihrer Autobiographie hören.
 
Maria Beig ist zur Chronistin einer Lebenswelt geworden, die vor unseren Augen untergegangen ist.
 
Sie lässt Frauen vom Land zu Wort kommen, die es im Leben immer schwer hatten – mit den Männern, mit der Liebe, mit dem Leben. Es gibt nichts, was Maria Beig ausgelassen hätte, weder Glück noch Unglück. Immer wieder spielt das Schicksal, spielen zwei Weltkriege und traditionelle Geschlechterrollen diesen Frauen übel mit.
 
Und trotzdem ist ihr Werk, sind diese gesammelten fünf Bände keine Anklage, kein Vorwurf. Randvoll mit Lebensgeschichten lehren sie uns das Wunder und die Weisheit des Alters. Vom Anfang bis zum Ende finden wir in jeder Zeile den unverwechselbaren Maria-Beig-Ton, der uns mitnimmt in eine Welt, die uns allen noch bekannt vorkommt. Doch erst durch Maria Beig lernen wir sie richtig kennen – und so kommen wir uns im Lesen selbst näher.
 
Eine Pressemappe zum Download finden Sie hier.
 

Das Buch in der Kritik:

Das Gesamtwerk in der Kritik:
 
»Eine verlegerische Großtat. Damit liegt der Kosmos Maria Beig nun in der Gesamtschau vor; und der zeichnet sich durch das aus, was in der Literatur nicht selbstverständlich ist: Authentizität. Maria Beig erzählt wahr, tief und karg. Bisweilen erinnert ihr Ton an Märchen, die nicht in einem verwunschenen, sondern einem verwünschten Oberschwaben entstanden sind.« Harald Ruppert, Südkurier

»Kerzengerade am Tisch des kleinen Wohnzimmers sitzt nicht eine liebe Literatur-Urgroßmutter, die in ihren Geschichten zur Erbauung, zum Staunen und auch zum Gruseln der Nachgeborenen die bäuerliche Welt von Gestern heraufbeschwört, sondern eine Frau, für die das Erinnern und Erzählen, die Literatur, Überlebensmittel sind im Kampf gegen die immer drohende schwarze Wolke der Depression. Maria Beig erzählt nicht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, sie schreibt auf, präzise, sparsam, ohne überflüssige Wörter. Die Heimat ist ihr Stoff. Aber sie ist kein Sehnsuchtsort, keine gehübschte Idylle, nicht der Gegenentwurf zu einem entfremdeten Dasein in der technischen, urbanen Zivilisation. Sie ist überhaupt kein Konstrukt, sondern erfahrene Wirklichkeit. Trotzdem wäre es verkehrt, zumindest ungenügend, die Literatur der Maria Beig mit dem Prädikat der Authentizität zu versehen. Das rückte sie zu sehr ins Volkskundliche, obwohl man aus ihr viel erfährt über donauschwäbisches Bauernleben im vergangenen Jahrhundert. Vor allem aber erfährt man etwas über elementare menschliche Konflikte. Konflikte zwischen den Generationen, den Geschlechtern, zwischen Mensch und Natur.« Eckhard Fuhr, Die Welt

»Man möchte dieser Erzählerin einfach immer weiter zuhören. Versprochen: Diese Stimme lässt niemanden kalt.« Chrismon
 
»Viele unterschätzten anfänglich Maria Beigs Schaffen, taten es als ›naiv‹ ab und rieten der Autorin, es bei diesem einen Buch zu belassen. Dass sie sich daran, zum Glück, nicht gehalten hat, zeigt die elegante, von zahlreichen Förderern getragene Werkausgabe, die im Vorfeld ihres neunzigsten Geburtstags erschienen ist. Vielfach hat man sich bemüht, Maria Beigs ›Kunst der scheinbaren Kunstlosigkeit‹ (Peter Blickle) zu analysieren. Ihr ›Testamentarstil‹ (Peter Hamm) löst sich bewusst von psychologischen Erzählweisen. Er zielt darauf, die Menschen und die Tiere zu ihrem Recht kommen zu lassen, und das Unglück, das sie ereilt, in schnörkellosem Ton wiederzugeben. Maria Beigs Figuren stellen sich oft in ein magisches Weltverhältnis; als Individuen treten sie zurück, wenn Aberglaube und Schicksal, wenn Prophezeiung und Dämonie zu wirken scheinen. Die Texte erzählen oft genug von Verlusten, von Krankheit und Tod, und gleichzeitig spiegeln sie die verhaltene Sehnsucht nach einer Landschaft, die noch nicht vom Fortschritt eingeebnet wurde.« Rainer Moritz, NZZ
 
»Schilderungen von ungeheurer Dichte und Eindringlichkeit.« Vorarlberger Nachrichten
 
»Fünf Bände im Schuber. Schon der ein ästhetischer Genuss. Die zarten, fein in sich abgestimmten Farben, die Umschläge aus späten kubischen Bildern Jacob Bräckles gestaltet.In weichem Crème-Ton die 1.964 Seiten. In jedem Band dieser liebevolle feine Lesefaden. Die Typographie korrespondiert mit der Zeit, mit den Typen, die Maria Beig beschreibt. Alles stimmig – Buchsatz, Layout,  Bindung. Ein selten schönes Beispiel an Buchproduktion.  Und dann blättern, entdecken, eine kleine Erzählung lesen, ein Kapitel aus einem Roman. So viel mir Unbekanntes. Was diese Frau doch in diesem so kleinen kulturellen, geographischen Ruam aufgenommen, sich hat erzählen lassen. Wie sie mit bewunderswerter Zurückhaltung beschreibt, ohne zu werten, gar abzuwerten, wie sie allen ihre Würde und ihre Eigenarten lässt.  Den Irren und Wirren, den Verhärteten und den Seelenvollen. Ohne gekünsteltes Schriftstellergetue, so klar und ehrlich, dass man hören und riechen und schmecken kann in diese Orte hinein.« Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung
 
»Was die schwäbische Autorin in den letzten drei Jahrzehnten als spätes Lebenswerk geschaffen hat, setzt ganzen Generationen dieser Region ein Denkmal.« Hans Steiger, P.S. (Zürich) 
 
»Und immer sind es Frauen, die im Mittelpunkt stehen: Meist fügen sie sich in ein Schicksal, das ihnen Vater, Mutter, Bruder, Kirche oder Gesellschaft vorschreiben. Wer sich auflehnt und vom vorgezeichneten Weg als rechtlose Magd oder unterdrückte Ehefrau abweicht, hat schon verloren. Unbarmherzig ist das. Und unbarmherzig ist der Ton, den Maria Beig anschlägt. Da geht kein Adjektiv-Gewitter über den Leser nieder. ›Kein Erzählen. Nur ein Sagen‹ eben. Sentimentalitäten wird man in keinem ihrer inzwischen in einer schönen Gesamtausgabe im Klöpfer und Meyer Verlag vorliegenden Werke finden. Nur eine kalte Bestandsaufnahme einer vergangenen Zeit, eines vergangenen Lebens.« Barbara Miller, Schwäbische Zeitung
 
»Eine Schriftstellerin ist sie, die der Heimatliteratur mit ihrem Sitz im Leben als Weltliteratur zu neuer Geltung verhilft. Eine literarische Zeugin des Jahrhunderts, die ihre Heldinnen vor dem Vergessen rettet. Die Stimme Oberschwabens ist sie, eine starke Stimme, geformt aus der Not der Zeit. Maria Beigs schlichte Sprache nahe am Alemanischen ist wie Heimat und Menschenwürde: wirklich und jenseits des Konkreten nicht zu denken.« Michael Zimmermann, Stuttgarter Nachrichten 
 
»Wer sich Maria Beig nähert, der sollte nicht auf Behaglichkeit hoffen. Literarischer Seelentrost für Modernisierungsmüde ist bei dieser wahren und wahrhaftigen Heimatschriftstellerin nicht zu bekommen. Mit leidenschaftlicher Nüchternheit und unerschütterlichem Gleichmut beschreibt sie die bäuerliche Welt, aus der sie kommt und aus der sie sich mühsam herausgearbeitet hat. Im Moment ihres Verschwindens setzte sie dieser Welt ein literarisches Denkmal. Alles hat seinen Wert, seine Bedeutung, auch das Enge, das Ärmliche, das Rohe, das Grausame. Alles ruft danach, aufgeschrieben und erzählt zu werden.« Eckhard Fuhr, Die Welt
 
»Auf intuitive Weise hat Maria Beig ein künstlerisches Mittel gefunden, zur Berichterstatterin von Anti-Idyllen zu werden. Auf das ironische Bitere, das verzweifelt Witzige ihrer Bücher angesprochen, erwiedert sie achselzuckend: ›Die Leut´ sind halt oft komisch.‹« Rainer Moritz, Schönes Schwaben
 
»Wer in den Bänden der eleganten Werkausgabe blättert, spürt rasch, welch eigene und eigentümliche Stimme hier spricht.« Stuttgarter Zeitung
 
»Es ist , als schriebe hier das Leben selbst, ohne jede Rhetorik, ohne Schmuck und Schnörkel. Dabei ist Beigs Prosa gerade in ihrer formalen Schlichtheit höchst kunstvoll.« Badische Zeitung 
 
»In einer Zeit, in der die versunkene ländliche Welt immer mehr zum Heidiland wird, kann man diese kantige Prosa kaum genug loben.« NZZ am Sonntag
 
»Heimat kann wehtun. Beig erzählt in all ihren Texten vom Leben auf dem Land, vom Krieg, von den Nazis und von den Verfolgten, von Neid und Missgunst, vom Vergessenwollen, der Zeit des Wirtschaftswunders, von Geldgier, Freiheitswillen. Vor allem schreibt sie vom Verschwinden der Landschaft. Mit der vorgegaukelten Romantik kann sie nichts anfangen.« Stuttgarter Nachrichten 
 
»In lakonischer Sageweise, durch Humor getönt, zeichnet Maria Beig ein Bild ihrer bäuerlichen Herkunftswelt, keineswegs eine Idylle, sondern die anteilnehmend-kritisch erlebte harte Wirklichkeit.« Reutlinger Generalanzeiger
 
»Niemand beschreibt die Brutalität und den Pragmatismus des Lebens auf dem Land so wie Maria Beig, die letzte Woche 95 geworden ist. Als eines von 13 Kindern wurde sie 1920 auf einem Bauernhof in (Ober-)Schwaben geboren, wenige Kilometer vom Bodensee entfernt - in einer Landschaft, die ihre aufsehenerregende Prosa stark beeinflusst hat.« The Paris Review


Nachrichten über "Maria Beig. Das Gesamtwerk":



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