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Eine Ahnung von dem was ist

Gedichte

Jochen Kelter

2009, 118 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-42-6

€ (D) 16,– / (A) 16,50*

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»Kelters Gedichte: leuchtende Kompositionen.« Basler Zeitung

»Und auch wenn das Paradies Irrwege aufweist – in Jochen Kelters Versen beginnt es manchmal zu strahlen.« SWR
 
Im neuen, im elften Gedichtband von Jochen Kelter lotet das lyrische Ich die Welt aus an ihren Orten (»All diese Orte«), in der Zeit: »wir sind nicht Jahr / haben nicht Zeit« und im Unsagbaren: »dass all das Ungesagte / aus der frischen Erde sprösse«. Es versucht, uns auf die Spur zu kommen, »die wir Heimstatt suchen / in Bildern von der Welt«. Es schaut weit zurück: »wir haben geglaubt / sie kämen heim … aus allen Schlachten und würden / Brüder« und fühlt gleichwohl, »dass unser Leben noch gar nie / gelebt worden ist«. Während das Hier und Jetzt ein »Einerlei / der Gegend ohne Hoffen« bleibt, ist »das Leben / ein alter Kindertraum«. Das lyrische Ich versucht zudem, »keinem Menschen / zu verfallen keinem Ding«. Existenz wird der Sprache anvertraut, die allein die Niederlage(n) des Lebens erträglich macht. In den knappen oder auch ruhig ausholenden Bildern der zehn Gedichtzyklen entsteht ein ebenso sinnliches wie virtuoses Fresko von der Fremdheit des Menschen in Welt und Zeit: »wir unterliegen / allem das nicht von Rosen / spricht und nichts ist Rosenmund«.
 
 
Ein paar Verse zur Probe:
 
Eine Ahnung von dem was ist
 
Eine Ahnung von dem
was war dem was kommt
dem was ist haben wir nicht
unser Wissensstand beschränkt
sich auf die Fallhöhe
der Winde aus den Himmeln
 
In der Novembersonne
mit ihren langen Schatten wo
doch Nebel sein sollten ist alles
Antlitz und strahlend gelöscht
wir kennen es allein aus
Erinnerung die täuscht
 
Dein eigenes Gesicht
kennst du nicht wie du warst
bist weißt du nicht Schatten
Münder tun vage wechselnde
Wahrheit kund selbst
Erkenntnis als Strafregister
 
Am glücklosen Projekt
der Landnahme in der Liebe
gescheitert das Los der vielen
so viel ist verbrieft
nicht verbessert in der Literatur
eine Fussnote gesetzt
 
 
Das Buch in der Kritik:
 
»Ereignisse, Reminiszenzen, Reflexionen leuchten vor Horizonten unterschiedlicher Weltgegenden auf. Ein Lebens- und Zeitgemälde ersteht vor dem Leser, persönliche wie politische Geschichte umreißend, in dem er unverhofft eigene Stationen wiedererkennen mag. Was könnte Poesie besseres leisten?« Südkurier
 
»Bei der Lektüre begleiten wir einen Autor auf der Suche nach Heimat und Glück (...) Ein Verweilen gibt es nicht. Und gerade daraus beziehen die Gedichte Kelters ihre Glaubwürdigkeit: Der Blick auf die Wirklichkeit bleibt unverstellt und kritisch. Gerade weil er das kleine Gefühl so sollte / ein Leben sein immer wieder zulässt und lyrisch gestaltet, tritt das Engagement umso klarer zum Vorschein. Rückzug aus einer Welt des Krieges und des Leidens wäre Verrat, und den begeht der Autor in keinem seiner Gedichte. Die Vergangenheit wird nicht verklärt, aber auch nicht in die Verfügbarkeit des Menschen gestellt: wir sind der Zeit Zeugen / ihre armen hilflosen Statisten.« Thurgauer Zeitung
 
»Jochen Kelter kennt neben dem Wort auch das Scheitern daran. Den übermächtigen Puls und das nie überwundene Tier. Was als Gier nach Salz und Geschmack, Rausch und Geheimnis hineinplatzt in den unfertigen Satz. Dabei ist Sprache kein Zement und keine Blase, zumindest nicht Jochen Kelters Sprache, die von der Prosa herkommt, und sich ohne Punkt und Komma in die Zeilen legt wie Molekülstränge. Lebendiges Etwas das hinwill zu mehr, bis es etwas Eigenes ist.  Er hebt darin auf und lässt darin los. Was dort geschieht ist nicht mehr ganz das Verschulden des Dichters. Er lädt uns ein seinen Blick zu teilen auf das Geschehen und wie es sich anfühlt. Atmosphäre ist bei ihm keine Frage des Wie, sondern verwirklicht sich durch das Wie seiner Frage. Das auch Widersprüche zuläßt, weil es sie – ohne Zweifel – gibt.« fixpoetry.de

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