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Inventarium

Späte Huldigungen

Tina Stroheker

2018, Auslieferung am 14. Mai 2018, Großformat, 174 Seiten mit 78 Farbfotos von Horst Alexy, Hardcover mit Lesebändchen
ISBN 978-3-86351-464-8

€ [D] 34,- / [A] 35,-*

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Ein Zeitpanorama in poetischem Ton, ins Bild gesetzt von Horst Alexy

»Gegenstände sind die eigentlich menschliche Heimat des Menschen«, so Hannah Arendt. Gegenstände erfasst ein »Inventarium«. Tina Stroheker nun bringt »ihr« Inventarium in Prosaminiaturen zur Sprache: Eher unscheinbare Dinge, von denen manche die Verfasserin Jahrzehnte hindurch begleitet haben, Dinge, wie sie sich in unser aller Leben versammeln. Für die Autorin aber gilt, was Mallarmé einmal befand: »Alles in der Welt ist dazu da, in einem Buch zu landen.«

Unspektakulär sind diese Dinge, meist ohne errechenbaren Wert, aber es wird ihnen, in einer immer digitaleren Welt und einer Zeit raschen Verschleißes, mit gehöriger Wertschätzung begegnet. Mit jedem Teil verbinden sich Erinnerungen und Empfindungen. Und in einem Lebensabschnitt, der eher zum Abbau und Weggeben der allzu vielen Gegenstände mahnt, fällt in der Betrachtung noch einmal ein besonderes Licht auf sie. Darin mag eine existentielle Ironie liegen.

Tina Stroheker hat aufmerksam, nachdenklich und verspielt Inventur gemacht und eine poetische Autobiografie geschrieben, die auch das Bild einer ganzen Generation entwirft. Dem Alltäglichen, wenig Beachteten wird darin in einer Weise gehuldigt, die ihm wahrlich auch zusteht. Dabei wird das sprachliche Inventarium Tina Strohekers komplettiert durch die bildlichen Beigaben von Horst Alexy: Seine »sachlichen« Fotografien zeigen die Gegenstände behutsam, aber zugleich auch als »selbstbewusste« Einzelwesen.

Das Buch in der Kritik:

»Angesichts ihres zurückgenommenen, fast kargen Stils - die Schriftstellerkollegin Zsuzsanna Gahse sprach von ›einer klugen entschlackten Sprache‹ - kann die starke Visualität von Tina Strohekers Texten erstaunen. In ihrer poetischen Lebensbilanz hat sie wieder eine neue Form gefunden, die Dinge zum Sprechen zu bringen. Wie die Lyrikerin einst aus Ofen und Bett, Brot und Wasser ›das Haus‹ in ihrem gleichnamigen Gedicht zusammenfügte, so findet sie nun mit Hilfe von scheinbar schmucklosen, schlichten Gegenstände Losungswörter der Erinnerung.« Dorothee Hermann, Literaturblatt


Nachrichten über "Inventarium":



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