Andreas-Gryphius-Preis 2017 für Tina Stroheker (10. November 2017)



Tina Stroheker erhält den Andreas Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen und wird damit für ihr literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet, das »zur Verständigung zwischen Deutschen und ihren östlichen Nachbarn« beiträgt. Die Preisverleihung ist am 10. November, 18 Uhr, im Gerhart Hauptmann-Haus in Düsseldorf.


Tina Stroheker hat mehrere Lyrikbände veröffentlicht, zuletzt 2008 »Was vor Augen liegt«. Daneben gibt es Kurzprosa von ihr wie »Luftpost für eine Stelzengängerin«, eine Liebesgeschichte in Miniaturen. Einen Schwerpunkt im Werk der Autorin bilden die deutsch-polnischen und die deutsch-tschechischen Beziehungen, die sie erstmals 1998 in ihrem „Polnisches Journal“ widerspiegelte. Hinzu kommen Bücher zum Werk des böhmischen Autors Josef Mühlberger. Diese Publikationen stießen diesseits und jenseits der Grenzen auf reges Interesse. Außerdem wirkt die Autorin an ihrem Wohnort württembergischen Eislingen seit Jahren als Anregerin und Kuratorin literarischer Projekte, z.B. des Eislinger Poetenwegs. Tina Stroheker ist u.a. Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, Verband deutscher Schriftsteller und in der Europäischen Autorenvereinigung KOGGE.

Seit 1957 verleiht die Künstlergilde Esslingen den Andreas-Gryphius-Preis. Er ist nach dem schlesischen Barockdichter benannt, dem die deutsche Literatur Dramen und großartige Sonette verdankt. Das Leben des im heute polnischen Glogau (Głogów) geborenen Autors war von den Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges und von religiöser Verfolgung geprägt. Dem Frieden galt sein tiefes Engagement. Gryphius beschäftigten, so der Germanist Wolfgang Beutin, »das Leiden, die Gebrechlichkeit der Welt und des Lebens« des Menschen.

Frühere Preisträger waren u.a. Horst Bienek, Karl Dedecius, Günter Eich, Jiří Gruša (Tschechien), Peter Härtling, Peter Huchel, Reiner Kunze, Josef Mühlberger, Dagmar Nick, Johannes Urzidil, Otfried Preußler, Andrzej Szczypiorski (Polen).

 



Über den Autor 

Über das Buch 

23. November 2017
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Kulturförderpreis der Stadt Würzburg für Ulrike Schäfer

10. November 2017
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