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Paradies, irisch

Roman

Jürgen Lodemann

2009, 406 Seiten, geb. mit Schutzumschlag mit mehreren SW-Abbildungen
ISBN 978-3-940086-21-1

Leider vergriffen
€ (D) 10,– (Ladenpreis aufgehoben)*

Auch als ebook verfügbar!



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Ein historischer Roman, packend erzählt. Ein idealer Einstieg in die Schönheit und Geschichte Irlands.
Sprachmächtig zieht einen diese Erzählung durch »eine unerhörte Begebenheit«.
»Eine Tragödie der Gerechtigkeit.« Erich Fromm

Zum Inhalt:
 
Dieser Roman erzählt den denkwürdigen historischen Fall eines irischen Wirtschaftswunders um 1550. Vor 32 Jahren unter dem Titel »Lynch« von Lesern und Rezensenten gefeiert, ist das Buch nun endlich wieder lieferbar, ist nach jahrelangen Recherchen erneuert und erweitert um wesentliche Fundstücke, »eine im wahrsten Sinne des Wortes sinnenreiche Angelegenheit«, so seinerzeit der WDR. Lodemann erzählt »in sinnlich deftiger Sprache«. Da öffne sich, fand die Kritik 1976, »ein irisches Schlaraffenland, in dem es sich lesend wohl sein lässt wie schon lange nicht mehr«. Der Philosoph und Psychoanalytiker Erich Fromm bekundete, alles »sei so anschaulich, dass man sich bei diesen Festen gegenwärtig fühlt«, die Stuttgarter Zeitung las ein »opulentes Festmahl der Sprachlust «, die Süddeutsche eine »Welt fast ungetrübten Glücks«, wo man »alles dürfen durfte«, bis es dann zu dem kam, was Erich Fromm eine »Tragödie der Gerechtigkeit« nannte.
 
»Paradies, irisch« erzählt den verblüffend aktuellen Fall einer frühen Versöhnung in der Terrorgeschichte zwischen Engländern und Iren, Katholiken und Protestanten – unter dem weitsichtigen Bürgermeister Lynch, von dem es heißt, er sei der unselige Namensgeber für eine Perversion der Justiz.
 
 
Ein Absatz zur Probe:
 
Kirwan biss wieder ins Bürzel, kaute und schielte auf den geraden Rücken des stillen Essers auf dem Nachbarstuhl. »Und wahrlich, ich sage dir, nur eines gibt es, was noch mehr wert ist als solch ein mit Pfeffer, Koriander und Rotwein gewürzter Entenarsch.« – »Klar«, sagte George und kaute. »Galwaylachs. In Wacholder gedünstet.« – »Nein, der Gipfel von Gottes Schöpfung ist eine Elfe.« – »In Wacholder gedünstet.« – »Nein, Dummkopf. Eine Elfe in ihrer Begierde.« – George hörte auf mit Kauen. »Was sagst du da, Bruder Alexander. Andere Kirchenleute behaupten, das schmecke höllisch! das treibe uns nicht zu den Feen, sondern ins Fegefeuer!« Vergnügt feixte er gegen den steifen Rücken zwischen ihnen. – Im Gegenteil, himmlisch schmeckt das. Denn die Fee, in ihrem heftigsten Appetit auf das Liebeswerk, sie schenkt uns die hitzigsten, die saftreichsten, die zärtlichsten und seidenweichsten Teile des irdischen Lebens, den Gipfel im Gipfel der Schöpfung. Den als höllisch zu verurteilen, das können nur Teufel. Ignoranten. Heuchler.
 

Der Autor ist zu Lesungen gerne bereit.
 
Jürgen Lodemann lebt heute in Essen und in Freiburg, lebte auch – zehn Jahre lang – im irischen Galway.
Dreißig Jahre lang war er Literaturredakteur des SWR, Moderator des legendären »Literaturmagazins« und Erfinder der Bücher-Bestenliste des SWR. Über seine Romane und Filme informiert die Website »jürgen-lodemann.de«. Lodemanns Erneuerung des Nibelungen-Epos nach den ältesten historischen Quellen bekam renommierte Literaturpreise.
 
 

 

Das Buch in der Kritik:

»Eine leibesfreundliche Liebeserklärung an das erzählfreudigste Land der Welt. Mitreißend, wie Lodemann den irischen Typen bis in ihre kleinsten Gesten und Interaktionen Leben einhaucht, wie er die tragische Fallhöhe durch die Beschreibung von körperlich-sinnlichen Genüssen erhöht, die nicht anders als barock zu nennen sind, - in einer Sprache, die einem den Bratenduft und Dunst der Badehäuser förmlich in die Nase treibt.« Badische Zeitung
 
»Eine grandiose historische Fabel auf zeitgenössische Zeitläufe« Lëtzebuerger Journal
 
»Lodemanns Sprache ist farbig, lebendig, übermütig, musikalisch auch, auf diskrete Weise archaisierend und zugleich ganz heutig. ›Paradies, irisch‹ ist interessant und lesenwert als historischer Roman und Parabel für unsere Gegenwart. Nicht mehr und nicht weniger.« Stuttgarter Zeitung
 
»Lodemann ist ein Meister des klassischen Romans. Ihm gelingt der wahrlich ›postmoderne‹ wie alte shakespearsche Drahtseiltanz zwischen Comic und antikem Theater. Lodemann gilt  fälschlicherweise immer noch als Geheimtipp, dabei gehört er zu den großen zeitgenössischen deutschen Schriftstellern.« Deutschlandradio
 
»Ein historischer Roman, der eine tragische Geschichte vor prächtiger Kulisse erzählt. Doch ist es zugleich das Bild einer Spätzeit, in der auf fette Jahre Katerstimmung folgt. Die Bankenkrise in den USA zeigt, wie schnell das gehen kann.« SWR 2, Musik und Literatur aus dem Land
 
»Hier feiert die Sprache in vollen Zügen nicht etwa die Jenseitigkeit, sondern das Diesseits. ›Paradies, irisch‹ ist ein Sittenbild des Mittelalters in der irischen Handelsstadt Galway, in der man sich besäuft, in der man mit Hingabe an Geflügelkochen nagt, und in der man sich in mondbeschienenen Nächten der Wollust hingibt. Lodemann beschreibt das alles mehr als üppig. Der burleske Roman entpuppt sich zuletzt als Parabel auf die Freiheit.« Stuttgarter Nachrichten
 
»Eine Hommage auf die grüne Insel. Lodemann ist es gelungen, das donnernde Leben eines Menschenschlags einzufangen. Kräftig und saftig. Ein Stil, der zum rauen Klima passt. Eine packende Ballade!« NDR »Matinee«
 
»Jürgen Lodemanns großer Wurf. Im Paradies dauert es fünf Tage, in denen eine Dynastie zusammenbricht, ein auf die Ewigkeit angelegtes System kollabiert und aus der ›goldenen Stadt‹ ein Albtraum wird. Schlechterdings ein meisterhaftes Werk. In wortmächtiger Sprache, atmosphärisch dicht, poetisch hier, direkt und ruppig dort, immer kunst- und stilvoll melodiös, sich dem Mittelmaß verweigernd und darum ein Genuss.« Westfälische Nachrichten
 
»Ein schillerndes Gesellschaftspanorama und Sittenbild der wohlhabenden Hafenstadt Galway im ausgehenden Mittelalter. Politisch und heutig und deshalb lesenswert als eine Parabel auf unsere Gegenwart, voller Prallelen zur Jetztzeit, auch zum neuen Irland des ›keltischen Tigers‹.« Irland Journal XIX
 
»John Lynch, Oberster Richter im irischen Galway des 16. Jahrhunderts, muss richten über den eigenen Sohn. Ihn verurteilen wegen Mordes am Rivalen. Historisch authentisch, nie dozierend, erzählt Jürgen Lodemann das Entfalten eines irischen Dramas von shakespearschen Ausmaßen.« Buch der Woche / Deutschlandradio
 
»›Paradies, irisch‹ ist zu einem leidenschaftlichen Lebenswerk geworden, das von den Gefahren der Leiderschaft im gezähmten, befriedeten Bezirk der bürgerlichen Kultur erzählt. Neue Ruhr Zeitung
 
»Ein Buch, das trunken macht.« Südkurier
 


Nachrichten über "Paradies, irisch":



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