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Stammheim

Der Vollzugsbeamte Horst Bubeck und die RAF-Häftlinge

Kurt Oesterle

2007, 3. Auflage, 231 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-940086-07-5

€ (D) 6,— *

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Mit Neuigkeiten zu Jean-Paul Sartres legendärem Gefängnisbesuch bei Andreas Baader. Und der Erklärung, warum Erich Fromm sich solch einem Gesprächsansinnen entzog, sich nicht vereinnahmen lassen wollte.

Zum Inhalt:
 
Horst Bubek, so heißt der Mann, der im Gefängnis von Stammheim jahrelang für den siebten Stock zuständig war, in dem in den 1970ern die RAF-Terroristen der ersten Generation einsaßen. Tagtäglich hatte er Umgang mit ihnen. Und obwohl er von Baader, Meinhof & Co beleidigt, geschlagen, getreten wurde, hat er nie dagegen gehalten. Nach Jean-Paul Sartres legendärem Stammheim-Besuch wusste Bubeck, welche Lügen die Terroristen über die Haftbedingungen in Umlauf brachten. Doch nicht nur die inhaftierten Terroristen setzten den Vollzugsbeamten zu, sondern auch die Presse von rechts und links. Und auch vom Staat fühlten sie sich im Stich gelassen.
Auf nahezu aussichtslosem Posten, einer Art letzten Bastion des Rechtsstaats, wird der ohnmächtige Vollzugsbeamte zum Chronisten und Erzähler der berühmten Staatsfeinde im Knast. 
Sichtbar wird ein verzweifelt-perfider Kampf um die Freiheit, und mittendrin ein einfacher Amtsinspektor als Zeitzeuge, eine ganz andere Perspektive: ›Stammheim‹, eine Komposition aus Erzählung, literarischer Reportage und historischem Essay. 
 
 
Ein Absatz zur Probe:
 
»Am 28. April 1974 stand der Amtsinspektor Horst Bubeck an einem Zellenfenster im siebten Stock des Gefängnisses von Stammheim und wartete auf den Hubschrauber, der Frau Meinhof und Frau Ensslin bringen sollte. Es war Sonntag, morgens zwischen acht und neun Uhr. Tag eins der neuen Stammheimer Zeitrechnung, für die es noch keinen Kalender gab.«
 
 

Das Buch in der Kritik:

»Ein schaurig-schönes Stück politischer Aufklärung!« Focus

»Ganz tiefe Einblicke in den angeblich schlimmsten Knast der Republik.« Stuttgarter Zeitung
 
»Ein deutsches Leben: Kurt Oesterle rehabilitiert den Wärter Horst Bubeck. Zudem entlarvt er das Isolationsfolterspiel von Regierung und Gefangenen. Ein hervorragendes Buch, ein furchtbares Buch. Und es war längst fällig.«
taz/die tageszeitung

»Schnörkellos erzählt, packend präsentiert.« Süddeutsche Zeitung

»Und diese wahre Geschichte beweist, daß es uns nie erspart werden kann, ganz genau hinzuschauen.«
Wilhelm Schmid, Philosoph, Berlin

»Sehr informativ, glänzend geschrieben: Kurt Oesterle entmythologisert die Baader-Meinhof-Geschichte - und zwingt die Leser zur Stellungnahme.« SWR

»Der Amtsinspektor und die Terroristen: ein Zeitzeugnis, spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Seite.« Südkurier

»Stammheim ohne Mythos: die Korrektur der RAF-Legenden.« Südwestpresse

»Stammheim, der Knast aller Knäste: eine neue Sicht des deutschen Herbstes.«
Reutlinger Generalanzeiger

»Das Buch ist nicht nur ein Zeitdokument und eine Anerkennung für einen aufrechten Beamten, sondern auch eine höchst lesenswerte Studie über den Strafvollzug, im konkreten Fall über jene Untersuchungshaft unter besonderen Bedingungen. Sie ist mit hoher sprachlicher und gedanklicher Sensibilität geschrieben, menschlich anrührend und gerade wegen so vieler kontroverser Deutungsmöglichkeiten genau im Ausdruck. Wir sind der Meinung, dass dieses Buch wegen seiner ungewöhnlichen Perspektive aus dem Strafvollzug von Juristen aufmerksam gelesen werden sollte.«
Prof. Dr. Reinhard Zimmermann, Hamburg, in seinem Votum, warum er »Stammheim« zu einem der »7 wichtigsten Büchern« des Jahres zählt.


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