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Die Rezeptionistin

Erzählung

Markus Bundi

2014, 88 Seiten, Hardcover mit Fadenheftung, eingelegtem Titelschild und Lesebändchen
ISBN 978-3-86351-074-9

€ (D) 15,– / (A) 15,50*

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Mona ist die charmante Rezeptionistin des Grand Bleu - und ist immer auch die Andere, Unausgeglichene. Denn wo Mona ist, da ist immer auch Lisa, das verborgene Ich, wie ein bewegtes Spiegelbild.

Ein psychologisches Versteckspiel, ein literarisches Vexierspiel. Eine Geschichte vom Ich – und vom anderen Ich.

Mona steht am Empfang, sie ist Rezeptionistin in einem noblen Schweizer Hotel. Eigentlich wollte Mona zum Zirkus, bis ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Mona musste sich neu buchstabieren, sich neu erfinden, begann ein Studium, brach es wieder ab und verkaufte eine Zeitlang Kaffeekapseln. Mona ist – als Erscheinung – perfekt: jung, gutaussehend, kompetent, zugewandt. Ihr Monalächeln schlägt jede und jeden in ihren Bann.

Mona ist einsam und doch nicht allein: Da ist auch Lisa in ihr, die sich in den Träumen Bahn bricht, aufbegehrt, den vermeintlich sicheren Boden zum Wanken bringt und die Fassade Monas bröckeln lässt. Wer ist sie? Was will sie?

Markus Bundi legt den Finger auf die Reibungsflächen zwischen Innen und Außen, lotet poetisch und präzise den Raum aus zwischen Denken und Handeln, Trauer und Lächeln. Er bringt jene unablässigen Versuche der Selbstbestimmung und Selbstbezweiflung zur Darstellung, die unser Menschsein ausmachen, uns alle treffen, und wer weiß, vielleicht sogar im Innersten.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Ein Zögern liegt über der Großstadt. Und eine Unausweichlichkeit. Es ist Spätsommer, die Stadt hat sich über Nacht nur unmerklich abgekühlt. Die Luft ist diesig, ein schwüler Tag kündigt sich an. Noch wahrt die Sonne im morgendlichen Dunst zwischen zwei Häuserblocks Distanz. In den Straßen regt sich der Verkehr, die Arbeit ruft die einen, entlässt die andern. Mona wartet auf die Tram. Sie zieht den Taschenspiegel und den Lippenstift aus der Handtasche und trägt neu auf. Sie hat keine Eile, schaut sich im Spiegel an, lächelt, legt die Stirn in Falten, neigt den Kopf ein wenig zur Seite, dann zur andern – und bessert nach. Mona hat sich so hingestellt, dass im Hintergrund ihres Spiegelbildes die Sonne aufgeht. ›Guten Morgen‹, sagt sie leise und wiegt sich im Grundrauschen der Stadt, das zuweilen in ein Brausen übergeht, so wie jetzt.
Mona genießt es, von anderen Wartenden beobachtet zu werden; sie spürt, wie Augenpaare auf ihr ruhen, auffällig unauffällig. Sie lässt sich von fremden Blicken berühren. Das sind die Streicheleinheiten am neuen Tag.«
 
Dieselbe Geschichte, nur ganz anders: Die Rezeptionistin. Eine Klangreise.

Das Buch in der Kritik:

»Faszinierendes Psychogramm einer rätselhaften Frau, der sich Markus Bundi mit einer schwebend-weichen, zurückgenommenen Sprache annähert.« WDR3

»Bundis Text ist von philosophischer Natur. Er spricht von Sinn- und Identitätssuche, reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen der Wahlfreiheit, erwägt die Rolle des Menschen. Denn es stellt sich die Frage, ob das menschliche Wesen (k)ein Puzzleteil sei und ob es ›das grosse Ganze‹ überhaupt gebe. In diese Denklandschaft spukt dann auch Magie hinein, so dass sich am Schluss eine anmutige Balance einstellt. Ein bisschen Zauber, etwas Flunkerei darf's auch bei Markus Bundi durchaus sein.« Neue Zürcher Zeitung

»Eng und fein ziseliert widmet sich der Badener einer Frau, die mal Mona heißt, mal von sich als Lisa träumt und in ihrer Zweigeteiltheit doch als Philosophiestudentin über Leibniz' Theorie der Monaden, der kleinsten aller Einheiten, eine Arbeit schreiben wollte. Bundis Werk ist dicht, zuweilen beinahe hermetisch und immer wieder überlastet. Manchmal lockert feine Ironie die Geschichte um die perfekte Rezeptionistin, die sehr allein durchs Leben wandelt, etwas auf.« St. Galler Tagblatt
 

»Die konzentriert erzählte kleine psychologische Studie steckt voller Anspielungenekz 

»Markus Bundi hat mit "Die Rezeptionistin" ein unterhaltendes und gleichwohl tiefgründiges "Vexierspiel" über das Verstehen geschrieben.« Literaturkritik.de




Nachrichten über "Die Rezeptionistin":



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