Das Buch...

...in der Kritik
...als Leseprobe

Cover zum Download

Sterben hat seine Zeit

Ein Buch vom Abschied

Birgit Heiderich

2014, 160 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-075-6

€ (D) 18,– / (A) 18,50*

Auch als ebook verfügbar!


In den Warenkorb 


Empfehlen Empfehlen

Ein Tochterbuch vom Abschied von der Mutter. Eine Geschichte vom Halten, Lassen, Trauern. Vom »Hinterbleiben«.

»Das ist ein wunderbares Buch! Alles mit dem Körper geschrieben. So wurde das Sterben noch nie buchstabiert. Das kann nur Liebe!« Martin Walser

Leidenschaftlich und doch nüchtern, kompromisslos und doch zärtlich, verzweifelt und doch voll feinem Humor: ein Nach-Ruf, eine Verbeugung.

Ein Mädchen wird traumatisiert durch den Unfalltod des Vaters, die Mutter überlebt. Das Kind glaubt fortan, für die Mutter ganz und gar verantwortlich zu sein. Und dieses Gefühl der Inpflichtnahme und Verantwortung drängt sich der Tochter urplötzlich wieder auf, als die Mutter im Alter schwer erkrankt.

Diese Gewissheit, ab jetzt Schritt für Schritt, Wegstück für Wegstück, der Mutter Sterben miterleben zu müssen! Wie die Tochter versucht, schreibend mit der eigenen Angst fertig zu werden, sie zu bannen, davon erzählt dieses Buch. Birgit Heiderich, ihr Buch, schaut hin. Und wagt es, den Blick nicht abzuwenden, nichts zu verschleiern. Es zeigt, was zu hören und zu sehen und zu ertragen ist, wenn ein Mensch – und eine Mutter dazu – langsam zum Ende kommt, stirbt.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Während dieser acht Jahre ab und zu Ferien, zwei Wochen Italien zum Beispiel. An Pfingsten. Dort, mit der Entfernung, die Unruhe verloren. Vorher, wie immer die panische Frage, was wird mit ihr sein, wenn ich nicht erreichbar bin? Schuldgefühle, weil ich sie allein lasse in ihrer Hilflosigkeit und mir Ferien gönne. Dort, unter südlichem Himmel, langsam beruhigt und mir gesagt: Es war gut, eine Annonce in die Zeitung zu setzen, jemanden zu finden, der sich in meiner Abwesenheit um sie kümmert, den ich bezahle für meine Freiheit. Vierzehn Tage lang. Sie ist jetzt nicht allein, sage ich mir, sie macht weiterhin Spaziergänge, bekommt ihre Abwechslung. Trotzdem rufe ich jeden Tag Frau H. an. Geht es ihr gut? Ist ihr nichts passiert? Frau H. versichert mir, wie einer Kranken, es sei alles in Ordnung, ich solle mir keine Sorgen machen, die Ferien genießen.
 
Dann mit einem flauen Gefühl im Magen zum ersten Mal wieder ins Heim gefahren, um sie auf ihrer Station wiederzusehen.«
 

Das Buch in der Kritik:

»Die Autorin beobachtet scharf, was die Krankheit mit ihr und der Mutter macht. (...) Birgit Heiderich begleitet fast jede Sekunde des Sterbens. In dieser Zeit, als die Mutter nicht mehr reden kann, spricht die Autorin all das Ungesagte aus.« Die ZEIT, Beilage Christ und Welt

»Sterben hat seine Zeit, wenn wir sie uns nehmen wie Birgit Heiderich am Krankenbett ihrer Mutter. Das Buch macht Mut Menschen bis zum Tod hautnah zu begleiten. So einfach wie ihre Schilderung ist ihre Botschaft: Erfahrungen suchen. Dem Schrecklichen im Alltag nicht ausweichen.« Werner Witt, Lesezeichen, SWR 2

»Das Entgleiten ihrer Mutter in eine nicht mehr fassbare, nicht mehr einschätzbare Welt, mal im Hier, mal in der Vergangenheit, mal in scheinbarer Leere, beschreibt Birgit Heidrich in einer Sprache, die einen nicht loslässt in ihrer Zärtlichkeit, Offenheit und Dichte. Heiderich beschreibt nicht das scheinbar Beängstigende - den nahenden Tod der Mutter, sondern das viel Belastendere - den Weg dahin. (...) Bewegend.« Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung

»Heiderichs Schreibstil ist wohltuend schnörkellos. Sie wählt und setzt die Worte sorgfältig; nichts wirkt hier geschwätzig, alles durchdacht – jedoch niemals verkopft. Ihre Beobachtungen sind genau und authentisch; viele Leserinnen und Leser werden sich darin wiederfinden können. Als die Mutter gestorben ist, nimmt die Tochter einen Anlauf, zu den Orten ihrer Kindheit zurückzukehren. Wo die Heimat einst war. Ein lesenswertes Buch, eines, das das Leben, seine geraden und seine krummen Wege beschreibt. Nicht mehr und nicht weniger.« Heidi Ossenberg, Badische Zeitung

»Dieses Buch ist lesenswert, weil Birgit Heiderich den Leser in ihre persönlichen, verwirrenden, nicht immer logischen Gefühlen hineinnimmt. Wer sich in der Begleitung von Demenzkranken und ihren Angehörigen befindet, wird diese gut lesbare Lektüre als Bereicherung empfinden, weil sie Einblicke in das Befinden von Angehörigen und unmittelbar Betroffenen gibt.« Annegret Künstel, arbeit und besinnung

»Sehr berührend und offen in der Ich-Form erzählt.« Badische Neueste Nachrichten

»Leidenschaftlich  und doch nüchtern, kompromisslos und doch zärtlich, verzweifelt und doch voll von feinem Humor erzählt: ein Nach-Ruf, eine Verbeugung.« Reutlinger Generalanzeiger

»"Ein Buch vom Abschied" lautet der Untertitel der 155 Seiten, und der Abschied schließt auch die Zeit der Trauer, die Erleichterung über das Ende, den Schmerz über den Verlust ein, geschrieben ohne jegliches Pathos, authentisch und mit viel Liebe, auch das spürt man.« Oberösterreichische Nachrichten






Nachrichten über "Sterben hat seine Zeit":



* Preis inkl. MwSt., innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei.

29. September 2017
Buchpräsentation im Stuttgarter Kunstmuseum mit Nina Jäckle

28. September 2017
Buchpremiere mit Daniela Engist und »Kleins Große Sache«

21. September 2017
Buchpräsentation mit Michael Lichtwarck-Aschoff

20. September 2017
Augsburger Allgemeine interviewt Michael Lichtwarck-Aschoff

17. September 2017
Buchpremiere der »Göttertage« von Gabriele Glang

Weitere Nachrichten Weitere Nachrichten

Abonnieren Sie unseren Newsletter