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»Ein Faible für Tübingen«

Paul Celan in Württemberg, Deutschland und Paul Celan

Barbara Wiedemann

2013, 292 Seiten und zahlreiche s/w-Abbildungen, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-072-5

€ (D) 25,– / (A) 25,70*

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Neue Quellen zu Paul Celans Kontakten zur Gruppe 47, zur Goll-Affäre und Celans vielfältigen Begegnungen.

Als es in Deutschland noch Lesehunger gab: Wie Paul Celan in Württemberg ankam – und Deutschland Paul Celan entdeckte. Ein anschaulich-aufschlußreiches Stück Literatur- und Nachkriegsgeschichte.

So ungewöhnlich wie lohnend: Am Modellfall Württemberg das schwierige Verhältnis eines deutsch-jüdischen Dichters zu Deutschland abzulesen. Paul Celan kam zwischen 1952 und 1970 regelmäßig in den Raum Stuttgart-Tübingen. Hier war sein erster Verlag, die Deutsche Verlagsanstalt. Hier traf er sich mit Bekannten und Freunden, mit Buchhändlern und Kritikern. Zehnmal hat Celan in der Region öffentlich gelesen, das letzte Mal wenige Wochen vor seinem Tod.

Den Dichter auf seinen Reisen nach Süddeutschland zu begleiten, bedeutet auch eine Zeitreise durch die 1950er und 1960er Jahre der Bundesrepublik.

Wir folgen einem noch nahezu unbekannten Autor auf den Stufen seines schnell wachsenden Ruhms und fragen nach den Gründen für das nach Mitte der 1960er Jahre schwindende Interesse neuer Lesergenerationen an ihm. Seine Gedichte werden dabei nie aus dem Auge verloren.

Mit guter Ortskenntnis und hervorragendem Hintergrundwissen schöpft die Tübinger Celan-Spezialistin Barbara Wiedemann aus zahlreichen neuen Quellen, aktiviert Zeitzeugen und stellt anhand akribischer Pressestudien die Kontexte dar, in denen sich die Begegnungen zwischen Celan und seinen westdeutschen Zeitgenossen ereignet haben. So entsteht ein über den besonderen »Fall« weit hinausgehendes anschauliches Bild, ein bei aller Genauigkeit flüssig, ja: spannend zu lesendes Buch.

Das Buch in der Kritik:

»Mit Akribie schildert die Autorin die inneren und äußeren Wege dieses genialen, leidgeprüften Dichters, sein Verkanntwerden und seine Berühmtheit, die sich auch in der Verleihung der höchsten deutschen Literaturauszeichnung, des Büchnerpreises, an ihn spiegelt und ihn doch nicht gegen seine inneren Bedrängungen feit, die ihn im Mai 1970 in den Freitod treiben. Es ist ein Denkmal aus Historie und engagierter Zuneigung, das Wiedemann dem Dichter setzt. Ein umfangreicher Quellenanhang rundet das Lebensbild ab.« Walter Neumann, Südkurier
»Ein kenntnisreiches Buch. (...) Eine empathische Spurenlese, vielleicht die einzige angemessene Methode, die dem Werk und der Persönlichkeit dieses außergewöhnlichen Schriftstellers gerecht wird.« Hans-Joachim Lang, Schwäbisches Tagblatt 
»Weit gefehlt, wer hinter diesem Buchtitel einen gemütlich-literarischen Spaziergang durch die schwäbische Provinz vermutet. Was die Literaturwissenschaftlerin und Celan-Forscherin Barbara Wiedemann aufschlägt, ist ein ebenso wichtiges wie beschämendes Kapitel der sogenannten literarischen und akademischen Öffentlichkeit im Umgang mit dem Lyriker Paul Celan.« LesArten.com 
»Für Deutschlehrer stellt dieses Buch erhellende Zusammenhänge her. Germanistikstudenten müssten es lesen. Der Liebhaber von Lyrik bekommt einen übersichtlichen, spannenden geschriebenen Einblick in die Tragik dieses Lebens und in die Gesellschaft der Bundesrepublik nach dem zweiten Weltkrieg. Ein lesenswertes Buch!« Priska Tschan-Wiegelmann, Jüdisches Leben in Bayern
»In ihrem Buch ›Ein Faible für Tübingen. Paul Celan in Württemberg – Deutschland und Paul Celan‹ konzentriert sich Wiedemann auf Lesereisen und Begegnungen des in den 50er Jahren noch nahezu unbekannten Autors – und die Rezeption in der frühen Bundesrepublik, wo der Lyriker als ›Außenseiter und Fremdling‹ wahrgenommen worden sei.‹ Dorothee Hermann, Literaturblatt
»Für alle die sich mit Paul Celan beschäftigen, die sich für die literarische Szene in Württemberg und die geistige Verfassung Nachkriegsdeutschlands interessieren, ein Meilenstein mit Handbuchcharakter.« Jan Haag, conlibri.de
»Wiedemann zeichnet ein neues, auf vielerlei Quellen gestütztes Bild des Dichters, wobei dessen poetisches Schaffen im Zentrum steht.« Uwe Grosser, Heilbronner Stimme
»Weil Celan immer auf antijüdische Haltung im Lager der Linken hinweist, ist ›Ein Faible für Tübingen‹ mehr als ein Buch für Celan-Fans. Es ist eine Anregung, sich mit antisemitischen Tendenzen in der deutschen Linken grundsätzlich auseinanderzusetzen.« Badische Zeitung

»Was zunächst wie ein regionales Thema erscheint, weitet sich gerade in der lokalen Begrenzung exemplarisch zu einem spannenden Stück deutscher Literaturgeschichte. Intime Ortskenntnisse, der Einblick in die lokale Presse und die Befragung von Zeitzeugen ermöglichen neben der Sichtung des in Marbach lagernden Nachlasses ein anschauliches Bild davon, wie der 1952 zum ersten Mal, von Paris kommend, ins Nachkriegsdeutschland reisende Dichter dort wirkte und empfangen wurde.« Heribert Hoven, literaturkritik.de

»An Barbara Wiedemanns Darstellung faszinieren die Genauigkeit und Sorgfalt, mit der die Literaturwissenschaftlerin die vorhandenen Dokumente von Celans Aufenthalten in Südwestdeutschland ausgewertet und interpretiert hat. Ihr Buch liefert nicht nur eine regionalistische Facette von Celans Wirkungsgeschichte, sondern fügt sich zu einer Teil-Biografie des Dichters, dessen Erfahrungen in Stuttgart und Tübingen durchaus typisch sind für sein Verhältnis zur verstockten Aufarbeitung der Vergangenheit in Adenauerdeutschland.« Michael Braun, Park

»Ein spannend zu lesendes Buch, eine Zeitreise durch die Geschichte der jungen Bundesrepublik und ein aufschlussreiches Stück deutscher Literaturgeschichte.« Schwäbische Heimat
 













  

















 


Nachrichten über "»Ein Faible für Tübingen«":



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