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Strohhalm, Stützbalken

Gedichte

Walle Sayer

2013, 120 Seiten, geb. mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-86351-056-5

€ (D) 16,00 / (A) 16,50 *

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»Magische Bilder, die mich ebenso in ihrem Stimmungsklang anrühren wie in ihren Bedeutungen irritieren: Ich bewundere Walle Sayers Kunst und liebe sie. Sie hat für mich einen ›Primärberührungseffekt‹ wie alle großen Texte, Lieder, Bilder der Melancholie.« Hermann Kinder



Vor fünfhundert Jahren hätte man vielleicht noch ein Kloster gegründet.
 
Weit weg von Seinsgehabe, Sinngetue. Und einfach sein: lässt sich doch seit je auf zwei Arten betonen. So ist das also. So also ist das. Die Stille davor, die Stille danach. Geschehen statt Handlung. Der Augenblick, der andauert. Genauigkeit, ins Unbestimmte führend. Aufgehobenes, Aufgelesenes. Der Felsbrocken eines Brotkrümels, wenn ihn die Ameise schleppt. Leicht verständlich alles, aber schwer zugänglich. Mitunter, wenn schon ein schlichtes Komma eine Zeile zur Waage macht. Oder als ob zur Eloquenz eines jeden Gartens Rosenduft gehörte. Dementsprechend Ortsgebundenheit als Lokalbezug zur Welt. Und, Schlußverse in der Mitte versteckt, Vergangenheiten hinhaltend. Bis um einen herum Brennnesseln wachsen. Bis ein lichter Hallraum entsteht.
 
Bis aus dem Gesehenen Gesehenes wird.

Das Buch in der Kritik:

»Einen Archäologen sehen wir am Werk, der in wissenschaftlicher Strenge und Deutungsvorsicht seine Steinchen, all die Blickfragmente, Erlebnisscherben, Erinnerungsfetzen, aufsammelt und so nebeneinanderlegt, ohne sie auszulegen. (...) Manches Gedicht lässt an die alten Meister in Basel und Karlsruhe denken, an die Schreibschweigekunst Rainer Brambachs, an Walter Helmut Fritz, auch an Marie Luise Kaschnitz einst in Bollschweil.« Benedikt Erenz, Die ZEIT
 
»Sayer kennt sie natürlich alle, die guten Zutaten fürs Gedicht, von A wie Assonanz bis Z wie Zeugma. Aber im Unterschied zu vielen anderen dosiert er sie richtig. Sie lösen sich, im besten Wortsinne, in Wohlgefallen auf.«
André Hatting, dradio
 
»Sayers Gedichte sind Destillate des Lebens, die bei Sayer genauso ungereimt daherkommen wie das wirkliche Leben. Jedes für sich ist ein kleines Kunstwerk, in dem eine ganze Geschichte versteckt ist. Eine Story, die den Leser mitnimmt auf eine Reise zu sich selbst. Längst verschüttet geglaubte Kindheitserinnerungen werden genauso zurück ins Gedächtnis gehievt wie das Allgegenwärtige des Alltags, dass man in seiner Banalität kaum noch beachtet. Sayer legt alles unter das Brennglas seiner Poesie - und aus dem Detail wird plötzlich die Basis eines Gedankenkonzentrats.« Schwarzwälder Bote
 
»Es ist ein famoser Titel. Einer, der vorwegnimmt und zusammenfasst, was uns auf den folgenden 110 Seiten erwartet: das Trennende, Widersprüchliche, das auf Tuchfühlung geht, kommuniziert, voneinander nicht loskommt. Gleichsam ein symbiotisches Gegeneinander von Lebensumständen, das uns der Autor offenlegt.« Mike Zerhusen, Neckar Chronik
 
»Die Windböe hat eine Mähne, ein Ast zeichnet in Krakelschrift, vier Campingstühle treffen sich zur Regenséance. Die Lyrik von Walle Sayer entfaltet subtilen Zauber. Die Wirklichkeit, so scheint es, wird nicht ver-, sondern enthüllt.« Schwarzwälder Bote
 
»Die einfachen Dinge sind es, um die sich Walle Sayers Texte drehen, sei es nun Prosa oder Lyrik oder Prosalyrik. Er schafft dabei eine Dichte, die ihresgleichen sucht!« literaturkritik.de
»Vielen seiner Gedichte eine vertrackt changierende Optik eingebaut: so weiß der Leser nicht sicher, ob der poetische Blick durch ein Vergrößerungsglas oder eher durch ein umgedrehtes Fernglas fällt, wenn da ›en miniature‹ Landschaften eröffnet werden, deren Wahrnehmungshorizont unter der Maßgabe sprachlicher Konzentrationen sich als ebenso scharf wie täuschend erweist.« Andreas Kohm, Badische Neueste Nachrichten
»Der Gedichtband ist in sieben Teile aufgeteilt, die behutsam die Frage variieren, wie viel Stunden sind ein Schmerz, wie erlebt die Fliege das Leben, wie tritt Verzweiflung zurück, wie kommt es zum Schnee. Fragen, die aus der Kindheit kommen und uns berühren, als hätten wir die alte Kindheitserfahrung grad einen Moment erst hinter uns. Ein besonderes Glücksmittel in Sprache und Wort.« Noxiana
»Der Blick des Lyrischen Ichs hat immer wieder auch etwas Schwebendes. Die Gedichte zeichnen sich aus durch eine Unaufgeregtheit, die Ruhe des Blicks, der zuweilen aber auch bohrend und scharf sein kann. Es gibt selten einen Lyriker der mit einer solch großen, zarten, feinen Eigenironie auch sich selbst betrachtet und Auskunft gibt über sehr nahe, sehr persönliche Dinge auf eine so schöne, direkte Art.« Svenja Herrmann, srf2 kultur


Nachrichten über "Strohhalm, Stützbalken":



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