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Im November blüht kein Raps

Roman

Silke Knäpper

2012, 192 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-036-7

€ (D) 18,90 / (A) 19,50 *

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Ein Romandebüt, das nachklingt.

Ein Musiker zwischen Dur und Moll.
 
»Es gibt kein richtiges Leben im falschen«: Paul ist Kontrabassist am Ulmer Theater, ist Berufsmusiker in dritter Generation. Traumatischer Kindheitserlebnisse wegen ist sein Verhältnis zur Musik aber stark belastet, beschädigt gar. Als er sich in die jüngere Hanne verliebt, gerät seine Ehe mit Bärbel aus den Fugen – und gerät auch er selbst gänzlich aus dem Gleichgewicht.
 
Vordergründig eine Dreiecksgeschichte, die von Paul eine Entscheidung erzwingt, entwickelt sich die erzählte Geschichte immer mehr zu einer Spurensuche in Pauls Vergangenheit. Und mehr noch als um die beiden Frauen geht’s um seine späte Loslösung aus tradierten Lebensmustern, um seine »Entstrickung «, seine Befreiung aus Lüge und Schein: Da ist der autoritäre, der strenge Vater, der den kleinen Paul unters Klavier prügelte, und da ist die Mutter, die den Jungen scheinbar schützte – und gegen den Vater stellte, da ist der Großvater, der Musikclown, der ihm zu früh verloren ging. Und da ist schließlich das tote Schwesterchen, um das sich das dunkle Geheimnis der Familie rankt.
 
»Silke Knäpper erzählt in ihrem Roman von der schmerzlichen Konfrontation eines Musikers mit der Unumkehrbarkeit seiner Geschichte, an der er zu zerbrechen droht: Ein faszinierendes Debüt, das den Blick öffnet für das Wahre und Gleichnishafte von erzähltem Leben. Eine Stimme, der man gerne folgt.« Peter Renz
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Paul musste sechs Jahre alt gewesen sein, vielleicht sieben, und begabt am Klavier, ganz wie der Vater, der hinter ihm stand und ihm die Fehlerlosigkeit einprügelte. As, nicht A. Du musst ein As spielen. Du Depp, du! Wie er anfing zu schreien, bis der Bub zu zittern begann, Brüderlein fein, die kleinen Finger ihr Ziel verfehlten, bis er sich die Ohren zuhielt und die Mutter hereinkam, ihn zu schützen, und er irgendwann gar nicht mehr spielte. Brüderlein fein, er kann es bis heute, aber er kann nicht mehr spielen. Nicht mehr Klavier. Manchmal wurde er gerufen vom Vater, komm runter, Bub, hör zu. Die Mondscheinsonate. Der Vater spielte und der Bub hörte zu, kerzengerade neben dem Klavier, nur keinen Mucks. Wenn ein Konzert anstand, wurde stundenlang nicht gesprochen im Haus. Zwei Jahrzehnte später standen sie zusammen auf der Bühne, er und der Vater, in den großen Orchestern des Landes, Paul am Bass, den er sehr spät zu spielen begann, erst dann, als er weg war von daheim.«
 
»Du hast nur ein Leben, sagte sie. Aber es ist deines. Sie sagte es ganz ruhig. Und darum kannst du dich auch nicht entscheiden. Aus Angst, in diesem einen kostbaren Leben das Falsche zu tun.«
 
 

Das Buch in der Kritik:

»Die Ulmerin Silke Knäpper hat ein literarisch bemerkenswertes Roman-Debüt vorgelegt. Auf den Lokalbezug ist diese Prosa keinesfalls zu reduzieren, der Roman hat erstaunliche literarische Qualität, findet gewiss überregionale Beachtung.« Jürgen Kanold, Südwest Presse 
»In ›Im November blüht kein Raps‹ entsteht das Porträt eines sensiblen, schwierigen Musikers, der sich spät aus den Lebensmustern seiner Herkunftsfamilie, aus Lüge und schönem Schein lösen kann, gezwungen letztlich, als er sich in die jüngere Hanne verliebt und dadurch seine Ehe aus den Fugen gerät. Unangenehmes, Schmerzhaftes zu verschweigen, nicht nachzufragen, das hat Paul gelernt, und die Musik ist ihm nicht nur Leidenschaft, sondern auch Rückzugsort aus dem Muster seiner Kindheit, nicht anzutasten, was die Mutter nicht angetastet wissen möchte. Den Tod seiner Schwester beispielsweise.« Neu-Ulmer Zeitung
»Die mit dem Irseer Pegasus ausgezeichnete Literatin überzeugt in ihrem Romandebüt durch die kunstvoll kombinierte Handlung, das überzeugend herausgearbeitete Psychoprogramm des Protagonisten und die sprachliche Gestaltung - 187 Seiten, die sich lohnen!« Bettina Prior-Kamer, EKZ
 
»Silke Knäpper hat ein meisterhaftes Debut vorgelegt, das viele verschiedene Lesarten ermöglicht. Wie kommt es, dass Liebende einander Schaden zufügen? Wie stark prägen die Traumata der Kindheit ein Menschenleben? Was ist schlimmer - die bittere Wahrheit auszusprechen oder sich mit einer Lüge aus der Beziehung zu stehlen? Um solche Fragen geht es in Silke Knäppers Debütroman ›Im November blüht kein Raps‹. Eine hochspannende Dreiecksgeschichte und eine Spurensuche in der Vergangenheit.« Stefanie Laaser, WDR5 Bücher
 
»Man folgt den feinen Sprachzeichnungen Silke Knäppers gerne, denn sie brechen oft auf sehr poetische Weise die Grenzen zwischen Denken, Wünschen und Träumen auf. Und die Geschichte ist spannend bis zum Schluss.« Stuttgarter Nachrichten
 
»Die Klarheit dieses stringent kompnierten Romandebüts unterläuft das triste November-Wetter mit seinen melancholischen Moll-Tönen gekonnt.« allmende
 
»Mit einigem Feingefühl entfaltet Silke Knäpper, warum Paul zu dem Mann geworden ist, der trotz seines verbissenen und rigoros autoritären Musikvaters, der als Alkoholiker gestorben ist, dennoch Liebe zur Musik entwickelt und ausgebaut hat, aber dennoch unfähig ist, die volle Veantwortung für sein Leben zu übernehmen.« Das Orchester
 
»Die Jahreszeit entspricht der Stimmungslage des Romans, der knapp angelegt, eindringlich geschrieben und ohne Makel ist.« Peter Frömmig, Kulturjoker
 
»Silke Knäpper erzählt die Geschichte mit präzisen Worten. Sie schafft trotz knapper Beschreibung detaillierte und lebendige Szenerien sowie plastische Charaktere. Sie dringt mit dieser Erzählweise tief in Pauls Stimmungen ein.« Anne Leipold, Südwest Presse 


Nachrichten über "Im November blüht kein Raps":



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