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untertan

Roman

Joachim Zelter

2012, 216 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-035-0

€ (D) 19,50 / (A) 19,50*

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Die Geschichte von Friedrich Ostertag, »untertan« unserer Zeit.

Ganz schlicht, ganz einfach: ein fulminanter, ein packender Entwicklungsroman.
 
Hier ist er: Heinrich Manns Roman »Der Untertan«, ganz anders, neu erzählt für unsere Zeit. Mit großem menschlichem Gespür erzählt Joachim Zelter, was längst überfällig war: die Entwicklungsgeschichte des modernen Untertanen in der Welt von heute, erzählt von der frühen Schulzeit bis zum Erwachsenenalter, von den Siebzigerjahren bis in die Jetztzeit. Ein Psychogramm, ein gesellschaftliches Sittengemälde, ein Spiegelbild individueller wie kollektiver Anpassung – und menschlicher Entfremdung. Unnachahmlich beschreibt Joachim Zelter das Zusammenspiel von Selbstverleugnung, Nicht-Sein und Aufgehen im Anderen, im Mächtigen und im geschichtlich Werdenden.
 
Am Ende erzählt der Roman unser aller Geschichte: Wie wir zu dem geworden, was wir heute sind.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Friederich Ostertag war ein verträumtes Kind, das kaum wusste, wie ihm geschah oder was man von ihm eigentlich wollte. Oft fühlte er sich blutleer, so als wäre er soeben krank geworden oder verstorben und würde nur noch zum Schein weiterleben, ein Scheinlebender in den überwarmen Zimmern des Elternhauses.«
 
»Er saß in der ersten Reihe. Und er saß meist schon fünf Minuten vor dem Unterricht. Und auch noch fünf Minuten nach dem Unterricht. Er saß andächtig, so als wollte er bedeuten: Alles bestens. Oder er meldete sich ungestüm, in der Hoffnung, gerade dann nicht aufgerufen zu werden. Die Gebärden eines Ertrinkenden, der Spaziergängern zuruft: ›Aber nein. Ich gehe gar nicht unter. Ich winke nur ...‹« 
 

Das Buch in der Kritik:

»Ein Schicksal, sehr tragisch, aber auch komisch - und darin liegt die Stärke dieses überzeichneten, grotesken Entwicklungsromans. Man kann eine Menge hinein interpretieren und ein kleiner Ostertag steckt bestimmt in jedem von uns.« Buchtipp, ARD-Morgenmagazin
 
»Joachim Zelter steckt nicht nur seine Figur in ein satirisches Säurebad. Am Ende des Romans, nach 211 Seiten, sieht es so aus, als sei Friederich seit der ersten Zeile schon im Zerfall begriffen. Unbefestigte Biomasse, biegsamer als selbst ein Diederich Hessling. Allem untertan, was von allen Seiten her auf ihn einredet. Und alterslos auf eine fast erschreckende Weise.« Martin Zingg, NZZ
 
»Um es auf den Punkt zu bringen: Joachim Zelters ›untertan‹ ist ein großartiger, spannender Entwicklungsroman.« Christel Freitag, SWR2

»›Untertan‹ ist nicht nur eine hinreißende Adaption der Mannschen Kritik am wilhelminischen Untertanengeist, sondern eine nachdenklich machende, gleichwohl leicht lesbare Satire auf ein Duckmäusertum unserer Tage, das es allen recht machen will.« Anton Knittel, Die Welt

»Ein Text, der sich sprachlich brillant und mit beißendem Witz zwischen Schreckensvision und Realsatire bewegt.« NDR, ›Buch der Woche

»So präzise wie er gehen nur wenige Schriftsteller mit ihren Ideen und der deutschen Sprache um: Joachim Zelter. (...) Bemerkenswert auch, wie Zelter immer wieder einzelne Begriffe wie ›Mittelstand‹ semantisch, inhaltlich und phonetisch auskostet. Sein ›untertan‹ ist ein virtuoses, kluges und dabei kurzweiliges Leseerlebnis.« Magdi Aboul-Kheir, Südwest Presse

»Eine rasante Suada über die Folgen der Anbetung von Macht und Geld.« Ulrike Frenkel, Stuttgarter Zeitung

»Eine sanfte Satire auf den Anpasser von heute. Zelters ‚untertan‘ ist ein Buch, das das Freche mit dem Trüben, die Zeitsatire mit dem zeitlosen Debakel des Menschseins verbindet, wie es selten gelingt.« Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
 
»Joachim Zelter holt Heinrich Manns berühmte Romanfigur in die Jetztzeit. Anders als das tyrannische Original verhält sich der moderne Feigling allerdings unsäglich leise. (...) Parallelen zu aktuellen Plagiats-Fällen in der Politik fallen auf. Zudem wirft Joachim Zelter einen bösen Blick auf die Macht des Geldes und unser Bildungssystem. Doch bewahrt er sich dabei auch das Gespür fürs Menschliche. Und schreibt insgesamt mit seinem ›untertan‹ eine tragisch-traurige Geschichte.« Mannheimer Morgen
 
»Ein sprachlich und stilistisch wunderbarer und farbiger Entwicklungsroman, der mit Abstand, Witz und Überzeugungskraft das erschreckende Leben und Leiden eines ewig dienenden Menschen zeichnet.« Günther Brandorff, EKZ
 
»Ganz schlicht, ganz einfach: ein fulminanter, ein packender Entwicklungsroman.« Margarete Riethmüller, Ravensbuch.de

»Joachim Zelters ›untertan‹: ein großartiger, spannender Entwicklungsroman. Ein Text der sich sprachlich brillant und mit beißendem Witz zwischen Schreckensvision und Realsatire bewegt.« NDR Kultur

»Hundert Jahre nach Heinrich Mann skizziert Joachim Zelter den Untertanen von heute. Und das Erstaunliche: Die Monarchie ist vergangen, der Faschismus wurde besiegt, die Demokratie währt bereits über 60 Jahre, aber der Untertan ist sich in weiten Teilen gleich geblieben.« umamibuecher.wordpress.com
 
»Zelter hämmert seine Worte in den Leser hinein, benutzt Techniken der Musik wie das Ostinato, die wiederkehrende Wiederholung, bei geringfügigen Veränderungen. Und schmeichelt, wo nötig. Absolut großartig. Das Buch des Jahres!« Der Kurier 
 
»Zelter geht noch weiter als Heinrich Mann; er hat die individuelle Betrachtungsweise Manns weiter anonymisiert, aus dem Einzelnen nur noch eine Eigenschaft gemacht. Wenn er sich auf den Spuren Manns begibt, dann bewegt er sich in dessen Absicht. Anhand der Biographie eines Einzelnen etwas über den Zustand der Gesellschaft zu sagen, Gründe aufzuzeigen, weshalb sie so geworden sind, wie sie ist.« Badische Zeitung 
 
»Schlicht, ehrlich und mit Präzision setzt Zelter seine Sätze. Mit seinem Roman ›untertan‹ beweist der vielfach ausgezeichnete Autor erneut, das er derzeit zu den besten deutschen Schriftstellern gehört.« Ostthüringer Zeitung
 
»Joachim Zelter ist eine wunderbare Adaption des Klassikers ›Der Untertan‹ von Heinrich Mann gelungen.« Literaturkurier
 
»Ein an Höhepunkten wahrlich nicht armer traurig-komischer Roman voller Sprachwitz und Humor. Joachim Zelter ist mit ›Untertan‹ eine nachdenklich machende, gleichwohl leicht lesbare Satire gelungen.« Heilbronner Stimme
 
»Unnachahmlich beschreibt Joachim Zelter das Zusammenspiel von Anpassung und Selbstverleugnung, Nicht-Sein und Aufgehen im Anderen, Mächtigen.« Independent
 
»Mit beeindruckender Sprachkunst gelingt es Zelter den Leser selbst hörig zu machen, denn an eine Lesepause ist nicht zu denken. (...) Mit seinem Roman ›Untertan‹ beweist der vielfach ausgezeichnete Autor erneut, dass er derzeit zu den besten deutschen Schriftstellern gehört.« Ostthüringer Zeitung
 
»In seinem neuen Roman ›Untertan‹ verknüpft Joachim Zelter literarische Reverenz und Zeitkritik meisterhaft im
Gewand der Satire.« Literaturkritik.de
 
»Anspruchsvoll-unterhaltsames Psychogramm für gesellschaftsinteressierte Leser.« Der Evangelische Buchberater
 

»Der Reiz dieses Buchs liegt in seinem Wechsel zwischen Komik und Tragik: Hat man eben noch gelacht über die sogenannte  Generation gerne, die so beflissen nicht nur alles tut, sondern das auch noch gern oder sehr gern, so bleibt einem das Lachen im Hals stecken, wenn der tumbe Friedrich eines Tages nur noch ein Personalproblem darstellt, oder wenn die Eltern nicht begreifen, dass ihre Welt im Untergehen begriffen ist. Man staunt anhand von zahlreichen, knapp und präzis formulierten Details, wie sehr sich die Gesellschaft verändert hat - als sei man unterwegs auf einer Zeitreise.« Sabine Peters, Deutschlandfunk



Nachrichten über "untertan":



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