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Das Grün der Geier

Gedichte

Manfred Hans Gruhler

2012, 264 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-031-2

€ (D) 19,90 / (A) 18,50*

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Manfred Hans Gruhler, als Lyriker eine Entdeckung. Ein Selbstironiker, ein Freigeist mit Witz. Ein beeindruckender Vorleser auch.

Ein paar Verse zur Probe:
 
Vom Bibliothekar oder der Freude des Denkens
 
Nach fünf Morden, mehreren Duellen
Überlebten Raubüberfällen, der Fistel im Darm
Durchstandenen Bankrotten
Schwerem Kerker und der Syphilis
Und jährlich sechs nennenswerten Leidenschaften
Kurzfristige Erhitzungen im Zufall zahllos
Lebt er auf ausgefallnen Zähnen
Jetzt kein mokantes Augenzwinkern, mürbe
Im Mehltau zerfallend in zäher Flaute
Gram mit siebzig ohne allen Spaß
Die Langeweile, der guten Zeiten hoffnungsloses Teil
 
Und die Geschwindigkeit, sich selbst zu fühlen
Geschickt ins Unabänderlich
Ihm ist es nie gegeben: Er zetert, wettert
Mißklang eines Jagdhorns, des Nachts schlügen
Welche Hunde an, cospetto, kalter Kaffee
Lauter Jakobiner und kein Maisbrei
 
Es ließ auf mein Getränk der Domestik mich warten
Der Priester kam, mich zu bekehren
Ich brülle das geliehne Haus zusammen
In dessen Falten er sein Glück gelebt.
 
 

Das Buch in der Kritik:

»Worte, scharf wie Messer: Schlicht sind diese Texte nicht, Gruhler konstruiert Welten mit ihnen. Doch Lyrik bedeutet für Gruhler keine Worte, bei denen die Hormone schwellen und auch keine, die Wonne verbreiten: ›Lyrik ist ein eiskaltes Geschäft und messerscharf.‹ Seine Texte aber liest er mit einer Stimme, die für Momente zerbrechlich und brüchig wirkt, sich dann wieder rau in weite Tiefe öffnet. Manche trägt er mehrmals vor, weil sie nicht leicht zu fassen sind. ›Wie einen stinkenden Sumpf empfinde ich die Bundesrepublik‹, sagt Gruhler. Die heutige Zeit erinnere ihn an die Biedermeierzeit, ›miefig und muffig‹: die Tabus schrecklich, die Freiheit unerträglich. Auch dies spiegelt sich subtil in den Texten. Er selbst ordnet sie in seinem Vorwort Themenkomplexen zu wie Spurensuche, Gemetzel, Museum, Klugscheißereien, Laufkundschaften, Totenstille. Seine Gedichte wirken in ihren Assoziationen bisweilen willkürlich, dann wieder exakt kalkuliert mit mathematischer Genauigkeit und Logik.« Südwest Presse
 
»`Guten morgen Anmut, Schönheit, Haß...` Sperrig, schön, voll ungefügter Worte, nichts Geschmeidiges ist da - das ist die Dichtung von Manfred hans Gruhler. Während man bei anderem gedichten den Eindruck hat, dass so lange gefeilt und umgestellt wurde, bis dem Wort die letzte Wildheit ausgetrieben wurde, ist es bei Manfred Hans Gruhl gerade anders herum. Hier wird aufgerauht, ungefügig gemacht, zersplittert. In den Gedichten steckt etwas Widerbirstiges, Ungefügtes, stecken Kabbalaund Geometrie. Unsicheres, auch falsch Gasagtes gehört dazu, das auf seltsame Weise im Gedicht wieder stimmt.« Noxiana

»Schlicht sind Manfred Hans Gruhlers Texte nicht, er konstruiert Welten mit ihnen.« Madeleine Wegner, Südwest Presse


Nachrichten über "Das Grün der Geier":



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