Das Buch...

...in der Kritik
...als Leseprobe

Cover zum Download

Utopisches Grenzland: Über Karl May

Essays

Gert Ueding

2012, 303 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-029-9

€ (D) 10,00 Unverbindliche Preisempfehlung*

In den Warenkorb 


Empfehlen Empfehlen

Erhellende Essays darüber, wie es Karl May gelang, die Wunsch- und Gedankenproduktion seiner Epoche in Abenteuerlandschaften zu verwandeln.

Zum 100. Todestag von Karl May am 30. März 2012
 
Die erste Lektüre, meinte Arno Schmidt, sei folgenschwerer als die erste Liebe: an kaum einem anderen deutschen Schriftsteller lässt sich dieser Satz so bilderbuchhaft belegen wie an Karl May, den gerade wieder eine neue Generation jugendlicher Leser für sich zu erfinden und finden beginnt. In seinen erhellenden Essays zeigt Gert Ueding, wie es Karl May gelang, die Wunsch- und Gedankenproduktion seiner Epoche in Abenteuerlandschaften zu verwandeln, wie er kolportierte Abenteuer zu phantastischen Geschichten beflügelte, aus den eigenen Größenphantasien literarischen Traumstoff gewann und einer gespensterhaften Zeit- und Selbsterfahrung zum Trotz die Inkognito-Natur des Menschen zu seinem eigentlichen Erzählmotiv machte.
 
Stimmen zu Karl May:
 
»Karl May ist einer der besten deutschen Erzähler, und er wäre vielleicht der beste schlechthin, wäre er eben kein armer, verwirrter Proletarier gewesen … Karl May ist aus dem Geschlecht von Wilhelm Hauff; nur mit mehr Handlung, er schreibt keine blumigen Träume, sondern Wildträume, gleichsam reißende Märchen.« Ernst Bloch
 
»Ein Mann namens Avenarius, von Beruf Wart der Kunst, nimmt es sich heraus, in seinem Käseblatt für literarische Geheimratstöchter den Dichter Karl May anzugreifen, und ihn als einen Schundliteraten seinem Literaturkreis zu denunzieren. Karl May, dessen großartige Phantasie natürlich von diesem wöchentlichen Mist-Fabrikanten niemals begriffen werden.« Georg Heym
 
»… hier hat ein in seinem Genre einzigartiger, völlig unverwechselbarer Schriftsteller gewirkt. Ohne jeden Anspruch auf prophetische Begabung kann behauptet werden: so lange Menschen lesen, werden sie auch Karl May lesen.« Ralph Giordano
»Solch ein Naturtalent wird nur alle hundert Jahre geboren.« Erich Loest
 
»Ich höre, dass Karl May der Öffentlichkeit so lange als guter Schriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn – vielleicht sogar manches für ihn. Jetzt vermute ich in ihm erst recht einen Dichter!« Heinrich Mann
 
»Ich bin ein Karl-May-Bewunderer: immer schon gewesen und geblieben. Ich glaube, dass er für jedes Lebensalter geschrieben hat. Als ich ihn früher las, las ich das Abenteuerliche; heute glaub ich, es war das Tröstliche im Abenteuerlichen, das ihn so lesbar macht.« Martin Walser
 
 

Das Buch in der Kritik:

»Die Essays Gert Uedings erlauben einen lockeren, aber durchweg anspruchsvollen Streifzug durch Leben und Werk Karl Mays.« dradio, »Büchermarkt«
 
»Gert Ueding stellt in seinem Essayband ›Utopisches Grenzland: Über Karl May‹ das phantastische Werk in einen weiter gefassten literarischen Horizont an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.« NZZ
 
»Mit Bloch erschließt sich Ueding Karl Mays Grenzland der Kolportage,und Ernst Jünger, der andere große literarische Selbsterschaffer, steht ein mit dem Begriff der Autorschaft. Ueding schreibt nicht nur äußerst elegant, er macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung.« Tagblatt Anzeiger
 
»Ueding hat keine Biographie verfasst, sondern eigene Karl-May-Essays neu sortiert, wie sie vor allem im Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft erschienen sind. Kluge, facettenreiche Gedanken zu einem, der ein ›Utopische Grenzland‹ gesucht und gefunden hat. Und der sich als Schriftsteller neu erfand, nachdem er im Leben zuerst einmal grandios scheiterte.« Schwäbisches Tagblatt
 
»Leicht zu lesen ist das Buch nicht, die komplizierte Satzstruktur, die vielen Querverweise verlangen höchste Konzentration. Aber die Mühe lohnt, geht es doch mal nicht um die Biografie Mays. Das sind viele Fragen beantwortet, während in anderen Dingen Klärungsbedarf besteht. ›Eine Analyse der Werke unter dem Gesichtspunkt dieser universalen Grundstruktur des Parallelismus halte ich für eins der dringendsten Desiderate der Karl-May-Forschung‹, schriebt Ueding.« Dresdner Neueste Nachrichten
 
»Der emeritierte Rhetorik-Professor spürt unter anderem Mays Lebens- und Schreibmotiv nach. Mays Genialität sieht Ueding darin begründet, dass er den eigenen Wunsch nach einer neuen, unbefleckten Lebensgeschichte mit dem seiner Leser teilte und in vermeintlich wahre Geschichten überführte.« Buchjournal
 
»In seinen erhellenden Essays zeigt Gerd Ueding, wie es Karl May gelang, die Wunsch- und Gedankenproduktion seiner Epoche in Abenteuerlandschaften zu verwandeln, wie er kolportierte Abenteuer zu phantastischen Geschichten beflügelte, aus den eigenen Größenphantasien literarischen Traumstoff gewann und einer gespensterhaften Zeit- und Selbsterfahrung zum Trotz die Inkognito-Natur des Menschen zu seinem eigentlichen Erzählmotiv machte.« Fantasia 397e


Nachrichten über "Utopisches Grenzland: Über Karl May":



* Preis inkl. MwSt., innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei.

16. Juli 2017
SWR1 stellt »Die Gabe zu heilen« vor

2. Juli 2017
»Hölderlin war nicht verrückt« in der FAS

28. Juni 2017
Michael Steinbrecher bei »Volle Kanne« im ZDF

24. Juni 2017
»Maiwald« begeistert die Berliner Zeitung

19. Juni 2017
Radio Steiermark stellt »Der Mann mit dem Saxofon« vor

Weitere Nachrichten Weitere Nachrichten

Abonnieren Sie unseren Newsletter