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Westwegs

Über den Schwarzwald. Zu Fuß durch eine deutsche Landschaft

Johannes Schweikle

2012, 228 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-028-2

€ (D) 19,50 / (A) 20,10 *

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Der Westweg führt seit mehr als hundert Jahren durch den Schwarzwald von Pforzheim nach Basel. Die Wanderung: eine Entdeckungsreise in einem exotischen Gebirge, ein Weg durch das Zentralmassiv deutschen Gefühls.

Ein Buch, das richtig Lust auf den Schwarzwald macht!
 
Wer Genaueres über den Schwarzwald erfahren will, muss zu Fuß gehen. Johannes Schweikle hat den Westweg gewählt. Seit mehr als hundert Jahren führt dieser legendäre Fernwanderweg von Pforzheim nach Basel. Die langsame Art der Fortbewegung wurde zu einer Entdeckungsreise in ein exotisches Gebirge. Die rote Raute führte in den Urwald und zum Führerbunker. Der Wanderer traf Wirte, Philosophen und Aussteiger. Er erkundete den Bindestrich zwischen Baden und Württemberg, die Schwarzwälder Kirschtorte untersuchte er Schicht für Schicht. Er folgte den Spuren in das Sehnsuchtsland Heimat und sprach mit Veteranen aus dem Kampf gegen das Waldsterben. Jede Etappe führte tiefer in das Zentralmassiv des deutschen Gefühls. Auf dem höchsten Gipfel lag Schnee. Dort fand er die Blaue Blume.
 
»Ein deutlich spürbarer Zug ist das Gefühl, dass die Alltagswelt weit entfernt und dass man von ihr und ihren Angelegenheiten vollkommen befreit sei.« Mark Twain über seine Wanderung durch den Schwarzwald
 
»Es ist schon tiefe Nacht – der Sturm fegt über die Höhen, in der Hütte knarren die Balken, das Leben liegt rein, einfach und groß vor der Seele.« Martin Heidegger über sein Refugium im Hochschwarzwald
 
»Die Leute meinen, sie müssten so viel reden. Aber im Wald ist man still und beobachtet die Natur.« Georg Thoma, Schwarzwälder Olympiasieger in der Nordischen Kombination
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Eine Streuobstwiese stieg leicht bergan. Rote Äpfel leuchteten an knorrigen Bäumen. Dahinter wellten sich Hügel, am Horizont zeigte sich zum ersten Mal der Schwarzwald. Das Gebirge schob sich als dunkle Wand vor den Himmel. Sie stand breit und hoch, in der schwarzen Fläche waren keine Konturen zu erkennen. Nur ganz oben zeichneten sich die Gipfel der Fichten ab, die Kammlinie trug Zacken wie ein Scherenschnitt. Ein Koloss grüßte. Ich sollte ihn nicht unterschätzen.«
 
»Am Schweizerkopf tat sich der Blick nach Westen auf. Das Albtal lag unter mir, die Wiesen am steilen Hang waren sattgrün. Auf der anderen Seite, das war wohl der Wurstberg. Die Höhenzüge dahinter waren nur noch als Konturen zu erkennen. Diesiges Licht zeichnete die Kammlinien weich und bleichte die dunklen Flanken. Ganz weit hinten, tief unten, war ein Schornstein zu erkennen, daneben lagen ein paar weiße Klötzchen. Das war der Rheinhafen von Karlsruhe. Das Gebirge, auf dem ich stand, schien über der Welt zu schweben. Als im Flachland Fabriken gebaut wurden, als die Maschinen begannen, den Takt des Lebens zu bestimmen, wurde der Wald zum Ort der Sehnsucht.«
 
»Am Notschrei machte ich einen Abstecher nach Norden. Es regnete, aber das war gut so, denn das Wetter steigerte die Ankunft zu einem Erlebnis. Der alte Schwarzwälder Hof lag über 1100 Meter hoch, er stand exponiert auf dem Schauinsland. Das Walmdach war mit Schindeln gedeckt und ragte weit vor. Es spannte sich wie ein schützender Schirm über das ganze Anwesen. Noch bevor ich das Haus betrat, war ich im Trockenen. Die Dachrinne teilte die Welt. Draußen prasselte es, ich konnte zuschauen, wie die Tropfen immer schneller fielen, bis sie graue Schnüre bildeten. Die Luft roch frisch. Ich war geborgen.«
 
 Auch als Taschenbuch.

Das Buch in der Kritik:

»Ein recherche-gesättigtes Buch voller erstaunlicher Geschichten, sehr pointiert geschrieben.« Die ZEIT
 
»Kein Wanderführer, aber ein Lesebuch, das man in den Rucksack stecken kann - und abends hat man seine Freude daran!« SWR Südbaden
 

»Im Westen was Neues: Johannes Schweikle, selbst ein Schwarzwälder, macht sich einen Begriff von Heimat, von Provinz, der ohne die Piefigkeit vergangener Tage auskommt.« Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung


»Wer nach ruhigen und undramatischen (Urlaubs-)Wegen sucht, wer statt großem Drama lieber kleine Aufregungen und beiläufige Alltagsgeschichten mag, der liegt mit diesem Buch richtig.« Artur
 
»Die Irrungen und Wirrungen des Johannes Schweikle, der sich nicht nur gerne verfranzt, sondern auch - bewusst - ausgefranst den Weg geht (streckenweise mehrfach, zu unterschiedlichen Jahreszeiten), sind höchst köstlich und amüsant nachzuvollziehen.« Harald Schwiers, Der Kurier
 
»›Westwegs‹ ist ein glänzend geschriebenes Buch, das die Leserschaft dazu befähigt, den Schwarzwald in all seinen Facetten im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.« Schwarzwälder Bote
 
»Für Schweikle, 1960 in Freudenstadt geboren, ist die Tour auch eine Begegnung mit der Heimat. So folgt er der Strecke keinesfalls stur, sondern verläuft sich auch einmal oder kommt im Winter zurück, um eine Etappe mit Ski nachzulaufen. Meist ist er allein unterwegs, dem Rat Friedrich Theodor Vischers folgen, der schrieb, man solle nur ja niemanden auf eine Wanderung mitnehmen - man verschwätzt die herrlichste Landschaft.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Johannes Schweikle stellt uns eine deutsche Region anhand von Menschen vor und macht uns fast nebenbei mit einer Sehnsuchtslandschaft vertraut.« Rolf Kienle, Rhein-Neckar-Zeitung

»Mal poetisch, mal mit spitzer Feder, mal satirisch, immer aber intelligent und packend schildert Johannes Schweikle seine Eindrücke und Gedanken. Er vermittelt nebenbei historisches Wissen und längst vergessene Liedtexte und Gedichte. Damit hat er einen besonderen Wanderführer geschaffen, der sich zum Beispiel nicht scheut, neumodische Outdoor-Trends zu verurteilen.« Schwarzwälder Bote

»Anrührend und empfehlenswert.« Heidi Debschütz,  EKZ

»Johannes Schweikles Buch ›Westwegs‹ ist ein weises Landschaftslesebuch, das einer Westwegswanderung erst die nötige Würze verpasst.« Hubert Kaltenbach, Südwest Presse

»Das Buch ist kurzweilig, unterhaltsam, humorvoll und absolut lesenswert - nicht nur für Wanderfreunde, sondern für jeden, der mehr über seine Heimat, ihre Geschichte und die Menschen erfahren möchte.« Silke Keil, Mittelbadische Presse

»Johannes Schweikle nimmt den Leser mit in die Wälder, die Welt, die geistige und wirtschaftliche Geschichte dieser Region. Leicht aber empfindsam und informativ wird hier erzählt. Menschen und Zeiten leben im Geiste auf und geben eine persönliche Darstellung ohne die deskriptive Nüchernheit von Reiseführern oder sozio-historischen Beschreibungen.« Evangelisches Literaturportal  

»Die Füße sind wund jetzt, die Knochen schmerzen. Doch es hat sich gelohnt, das merkt man des schönen Buch an, das Schweikle über seine Erfahrung schrieb. (...) Ein sehr interessantes Buch über "das Zentralmassiv des deutschen Gefühls", wie der Autor den Schwarzwald nennt.« Basler Zeitung
 
»Es ist wirklich unterhaltsam, Schweikle auf seinem Weg zu begleiten. Ich habe dadurch viele Orte noch einmal anders erlebt, als ich sie selbst bereits kannte. Und in mir gab es plötzlich einen Gedanken. Ich wollte selbst wandern gehen.« bibliophilin.de
 
»Trotz vieler unterhaltsamer Passagen bleibt Schweikle meist bei einem literarischen, dem Schwarzwald angemessenen Ton.« Der Tagesspiegel
 
»Eine unterhaltsam geschriebene Reisebeschreibung, die viele Eigenarten und große Naturschönheiten der südwestlichen Ecke Deutschlands aufzeigt.« Buchprofile
 

»Das Gepäck ist leicht. Regenjacke, Wechselunterwäsche, Stift, Notizblock und die 76-Gramm-schwere Wanderkarte. Auf klassische Sehenswürdigkeiten geht er wenig ein, eher auf Atmosphären: Nebelverhangende Täler, Ausblicke, Abendlicht, Morgenfrische. Das macht Appetit zum Wandern. Der Feuilletonist in Schweikle dagegen macht Appetit, das Buch zu lesen, den er schreibt höchst vergnüglich über Begegnungen.« Badische Zeitung



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