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Salamander

Ein Roman

Jürgen Lodemann

2011, 384 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-013-8

€ (D) 22,– / (A) 22,70*

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Ein spannender Gesellschafts- und Politroman.
Eine kritische Liebeserklärung an Freiburg.
Und überhaupt: ein Loblied aufs »la vie badoise«.

»So wisse, dass in allen Elementen es Wesen gibt, die aussehen fast wie ihr. In Feuers Flammen spielen Salamander. In den Kristallgewölben wohnt sich's schön. Lieblich anzuschauen sind, die da unten wohnen und meist viel schöner als die Menschen sind. Zarte Wasserweibchen, solch seltne Frauen nennt der Mensch Undinen. Und solch ein Wesen siehst du vor dir stehen.« Lortzing, Undine, 1845, 2. Aufzug, 4. Auftritt

Von Undinen geht die Sage, dass sie wie Menschenfrauen seien, aber mit anatomischer Besonderheit. Die schöne Studentin, die der betagte Schriftsteller Holterhoff bei sich in Freiburg wohnen lässt, heißt nicht nur Undine, sie erfüllt auch die anderen sagenhaften Voraussetzungen, und zwar als verkappte »SheMale«, als getarnter »LadyBoy«. Zwei Verehrer stellen ihr nach, der eine mit türkischer, der andere mit USA-Herkunft. Als der eine den anderen ermordet, übernimmt die Bundesanwaltschaft den Fall.

Eine Freiheits-Oper von damals offenbart auch heute die Magie des Humanismus
 
Harry Holterhoff, der sehr alte Autor, erzählt das Unerhörte spannend, voller Zweifel und Angst, voller Zuversicht und Sinnlichkeit. Da geht’s um Sexualität, um Integration, um Träume, um klassische Musik, um Fußball, um Stalking, um Terrorismus, um die Medien. Auch um »das erste Mal«, um den Tod, um den Schwarzwald. Um den Planeten.

Holterhoff erzählt bis zum letzten Moment seines Lebens eine so erotische wie politische Geschichte, da wechseln Ereignisse aus der Zeit vor dem Mord mit solchen danach, wodurch alles zu einem Ritt über den Bodensee wird und nur der Leser weiß, was sich anbahnt.
 
Freiburg als Programm 

Für den alten Autor ist das Wort »Freiburg« ein Programm, er engagiert sich für eine real existierende Arbeiter- und Freiheitsoper aus dem Jahr 1848, er mischt sich ein ins Auf und Ab der südwestdeutschen Politik, er bangt und
hofft und begreift die Flucht der Undine nach Freiburg als Freiheitsversuch. Eine politkriminelle Affäre im Jahr 2010 wird zu einem Undine-Roman. Und am Ende leuchtet am Nachthimmel ein neues Signal.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:

»Unter wenigen Handgriffen wuchs das zu klassischer Größe. – Harry, dies ist mein ›Punckt‹. Der Punkt mit dem ›ck‹. Den mein Vater zu gerne aus dem Verkehr gezogen hätte. – Sah ihn an, sah seine erstarrte Sprachlosigkeit. Zog das grüne Linnen wieder über das stattliche Teil, das auch unterm Grün  dokumentierte, worum es ihr und ihren Eltern gegangen war und ging, und auch dem Junior und Bob Goldberg und Mi und und. – Sorry, nun hab ich dich geschockt? – Holterhoff holte die Atemluft von sehr viel tiefer als sonst. – Das gibt es nicht. – Doch, das gibt es. Und nicht mal selten. – Und legte sich wieder in die Vogesensonne, in den abendlich dunkelroten Widerschein.«

Das Buch in der Kritik:

»Grübelstoff aus deutscher Geschichte und Gegenwart, und das richtig unterhaltsam verpackt! (...) Jürgen Lodemann bringt vieles in seinem Buch unter, eine Krimihandlung, Erotik, die Themen Tod, Freiburg, Migration und sogar Waffenhandel. Und er schafft es, all das spannend und vergnüglich mit seinen Figuren zu verknüpfen.« Cord Beintmann, Stuttgarter Zeitung
 
»Ein wechselwarmes Lesevergnügen zwischen Kriminalkolportage und Aufklärungsanspruch.« Süddeutsche Zeitung

»Freiburg als geistige Lebensform: Jürgen Lodemann hat den Roman zu Deutschlands neuer Musterstadt geschrieben. (...) Es war nur eine Frage der Zeit, bis Vauban auch zu einem literarischen Ort würde. Und es ist nicht überraschend, dass Jürgen Lodemann das mit einem gewohnt dickleibigen Werk bewerkstelligt hat. Denn Lodemann, Kind des Ruhrgebiets, Schöpfer der unsterblichen Figur der Anita Drögemöller, Rundfunkredakteur und Erfinder der "Bestenliste" des Südwestfunks, ist ein emphatischer Freiburgversteher, ein glühender Lokalpatriot, ein wortgewaltiger Priester des südbadischen Savoir-vivre. Er hat hier Wurzeln geschlagen, auch wenn er immer noch hin und wieder in die alte Heimat, in sein ›Fakten- und Sachenland Ruhr‹ pendelt - wie sein Alter ego Georg Harry Holterhoff, der schon ziemlich alte Schriftsteller, Ex-Rundfunkredakteur und Opernfreund, der damit beschäftigt ist, am Freiburger Stadttheater Albert Lortzings Freiheits- und Arbeiteroper ›Regina‹ aufzuführen, als ihn seine Großnichte Alexa Undine aus Berlin in seinem Freiburger Adlernest am Rande des Vauban heimsucht.« Eckhard Fuhr, Die Welt
 
»Seine stärksten Passagen hat ›Salamander‹ dort, wo der Autor seinem Wortwitz und seiner intellektuellen Spiellaune traut. Wo er den theoretischen Ballast hintanstellt, wo sich die Figuren inspirierende Wortgefechte liefern. Wie am Ende des ersten Teils, wenn in Holterhoff und Korasmar nicht nur unterschiedliche Kulturen, sondern auch unterschiedliche Denkstrukturen aufeinandertreffen.« Alexander Dick, Badische Zeitung
 
»Lodemanns ›letzter‹ Roman ist ein Zwitter aus Fakten und Fiktion, Träumen und Tiraden, vorallem aber die Abrechnung eines grimmigen ›Altachtundsechzigers‹ mit dem Zeitgeist.« Martin Halter, Tagesanzeiger Zürich
 
»Eine aberwitzig anmutende Geschichte um eine hochattraktive Frau, die gleich von zwei Männern bedrängt wird. (...) Der Krimi darin ist aber nur ein Treibriemen für eine Geschichte, in der die Lebens- und Leitmotive Jürgen Lodemanns durchgespielt werden, vom schwierigen, aber möglichen Miteinander eigenwilliger Charaktere bis zur Kritik an der alltäglichen Schubladisierung von Menschen und Denkweisen, von Liebeserklärungen ans Ruhrgebiet und Lortzings Freiheitsoper ›Regina‹ über literarisches Anspielungsbillard bis zu Gedanken über den Tod. Manchmal scheint es, als könne diese Fülle an Stoff gar nicht in ein einziges Buch passen, ohne dass es auseinanderfiele. Aber Lodemann und sein alter ego halten zusammen, auch diesen Roman. Der ist keine Lebensbilanz, sondern eine schöne, späte Blüte. Es muss ja nicht die letzte sein.« Jens Dirksen, Westdeutsche Allgemeine
 
»Es geht um ziemlich viel: Mord, Erotik, Waffenhandel, Migration und auch um Albert Lortzings Freiheits- und Arbeiteroper ›Regina‹. Alles ist drin: Fakten, Fiktion, Geschichte und gegenwart - und natürlich Lokalkolorit.« Südwest Presse
 
»›Salamander‹ ist eine Sammelklage über die Zeitläufte, die Männerphantasie eines alternden Erotomanen und eine Liebeserklärung an Freiburg.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
»Knapp und packend, lebendig und temporeich hat der Autor die von Undine ausgelöste Geschichte erzählt und besonders in den Gesprächspassagen gedanklich vertieft. Jürgen Lodemann hat der ›Regina‹-Oper von Lortzing einen Aufruf entlehnt, der sich leitmotivistisch durch den gesamten Roman zieht: ›Ja, wann endlich preisen wir den Freundlichen. Den gesellig Kompromissfähigen. Den prima Nachbarn.‹ Dem schließen wir uns gerne an.« Peter Frömmig, Kulturjoker
 
»›Salamander liest sich stellenweise wie eine Lebensbilanz, wobei Lodemann alias Holterhoff sich noch einmal als wortmächtiger, unermüdlicher linker Aufklärer präsentiert.« Allmende
 
»Wie sehr das Geschlechtliche mit seinen Spiel-, Eigen-, Unter- und Unarten tsunamihaft die ausgetrockneten Nachkriegesgedankenwelten in Feuchtgebiete verwandelte, kann man im postaufklärerischen Roman ›Salamander‹ des Wahlfreiburgers Jürgen Lodemann spüren. Und wiel man diese Suppe mit dem Politischen verbinden kann: Lodemann alliteriert elegant mit Lortzing; der 68er und der 48er gehen hier Hand in Hand dem ehedem noch gleisenden Morgenrot entgegen. Die wahren Abenteuer warten eben nicht in Agadir, sondern im eigenen Oberstübchen; und ›Salamander‹ ist ein ausgeklügelter Reise- und Rechenschaftsbereicht aus diesen Grenzbereichen.« Am Erker
 
»Jürgen Lodemann hat ein großes, zeitgemäßes Alterswerk geschrieben, ein Krimi, bei dem der Mord auf der ersten Seite geschieht und der Mörder feststeht - schier unglaublich, dass ein solcher Roman gelingen und spannend bis zur letzten Seite bleiben kann.« Badisches Tagblatt 


Nachrichten über "Salamander":



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