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Gottesgedichte

Ein Lesebuch zur deutschen Lyrik nach 1945

Karl-Josef Kuschel, Helmut Zwanger (Hg.)

2011, 224 Seiten, geb. mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN 978-3-86351-006-0

€ (D) 22,– / (A) 22,70*

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»Gottesgedichte«: Eine faszinierende Anthologie, ein spannendes Lesebuch über IHN. Oder SIE?

Von 1945 bis heute. Beigebracht von gut elf Dutzend Dichtern und Dichterinnen. Bekennenden, glaubenden, suchenden – und zweifelnden.

»Wir können das Wort ›Gott‹ nicht reinwaschen, und wir können es nicht ganz machen; aber wir können es, befleckt und zerfetzt wie es ist, vom Boden erheben und aufrichten.« Martin Buber

»Gottesgedichte: eine schöne Überraschung, eine bewegende Lektüre.« Elazar Benyoëtz

Mit Ilse Aichinger · Christoph Wilhelm Aigner · Hans Arp · Rose Ausländer · Ingeborg Bachmann · Jürgen Becker · Elazar Benyoëtz · Horst Bienek · Detlev Block · Johannes Bobrowski · Elisabeth Borchers · Beat Brechbühl · Erika Burkart · Paul Celan · Gino Chiellino · Hans W. Cohn · Heinz Czechowski · Franz Josef Czernin · Klaus Demus · Fritz Deppert · Hilde Domin · Günter Eich · Hans Magnus Enzensberger · Elke Erb · Richard Exner · Jörg Federspiel · Erich Fried · Günter Bruno Fuchs · Frits Gies · Albrecht Goes · Yvan Goll · Dieter M. Gräf · Ludwig Greve · Michael Groißmeier · Durs Grünbein · Dorothea Grünzweig · Johann Gunert · Rudolf Hagelstange · Ulla Hahn · Michael Hamburger · Peter Hamm · Harald Hartung · Manfred Haustein · Matthias Hermann · Kurt Heynicke · Dieter Hoffmann · Hans Egon Holthusen · Peter Huchel · Ernst Jandl · Marie Luise Kaschnitz · Sarah Kirsch · Annemarie Königsberger · Alfred Kolleritsch · Werner Kraft · Ursula Krechel · Karl Krolow · Michael Krüger · Günter Kunert · Reiner Kunze · Christine Lavant · Philipp Luidl · Kurt Marti · Christoph Meckel · Klaus Merz · Dirk von Petersdorff · Heinz Piontek · Matthias Politycki · Felix Pollack · Jürgen Rausch · Friederike Roth · Peter Rühmkorf · Doris Runge · Nelly Sachs · Said · Ulrich Schacht · Margot Scharpenberg · Artur Maria Schilling · Robert Schindel · Albert von Schirnding · Dorothee Sölle · Eva Strittmatter · Wilhelm Szabo · Jesse Thoor · Christian Uetz · Barbara Smitmanns-Vajda · Immanuel Weißglas · Gabriele Wohmann · Ria Zenker · Carl Zuckmayer u.v.a.m.

 
Ein paar Verse zur Probe:
 
Kurt Marti  
 
dem herrn unserem gott
 
dem herrn unserem gott
hat es ganz und gar nicht gefallen
daß gustav e. lips
durch einen verkehrsunfall starb
 
erstens war er zu jung
zweitens seiner frau ein zärtlicher mann
drittens zwei kindern ein lustiger vater
viertens den freunden ein guter freund
fünftens erfüllt von vielen ideen
 
was soll jetzt ohne ihn werden?
was ist seine frau ohne ihn?
wer spielt mit den kindern?
wer ersetzt einen freund?
wer hat die neuen ideen?
 
dem herrn unserem gott
hat es ganz und gar nicht gefallen
daß einige von euch dachten
es habe ihm solches gefallen
 
im namen dessen der tote erweckte
im namen des toten der auferstand:
wir protestieren gegen den tod von gustav e. lips

Das Buch in der Kritik:

»Der Schock über die Verbrechen der Nationalsozialisten und ihrer Helfer traf 1945 viele Deutsche, besonders aber die Kulturschaffenden. Wie sollte man angesichts der Gaskammern von Ausschwitz noch dichten - und wie sollte man im Blick auf die Barbarei im humanistisch-aufgeklärten Deutschland noch von Gott reden? Wie Poeten diese heikle Frage beantwortet haben, zeigt die Sammlung ›Gottesgedichte‹, die der katholische Theologieprofessor Karl-Josef Kuschel und der evangelische Pfarrer Helmut Zwanger vorgelegt haben.« epd
 
»Ein Buch, welches das Wörterchaos dieser Tage heilsam durchbricht und zeigt, dass jedes Sehnen und Suchen des Menschen - nicht nur angesichts der Liebe und des Glücks, sondern auch des Todes und des Schreckens - in der Lyrik bestens ausgedrückt werden kann.« Katholisches Sonntagsblatt
 
»Bemerkenswert, wie viele hervorragenden Texte von bisher weithin unbekannten Autoren hier zu finden sindun sich zwischen den Klassikern religiös grundierter Lyrik mühelos behaupten können.« Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt
 
»Natürlich fehlen auch die üblichen Verdächtigen nicht: Dass Kurt Marti, Rose Auslänger oder Dorothee Sölle in einer Anthologie mit dem Titel ›Gottesgedichte‹ vertreten sind, liegt auf der Hand und erscheint auch völlig berechtigt. Was dieses Buch aber so spannend macht und über die gängigen, gelegentlich eben doch zur Erbauungsliteratur tendierenden Sammlungen neuerer religiöser Dichtung heraushebt, ist die Tatsache, dass hier gerade auch Autoren vertreten sind, von denen man auf den ersten Blick keine ›Gottesgedichte‹ erwarten würde. Der Verdienst der beiden Herausgeber Helmut Zwanger udn Karl-Josef Kuschel besteht also gerade darin, dass sie die deutsche Lyrik nach 1945 bis zur Gegenwart auf solche überraschenden ›Stellen‹ hin durchsucht haben.« Alexander Altmann, Landshuter Zeitung 
 
»So anspruchsvoll die abgedruckten Gedichte und Texte der Herausgeber zum Thema sind, die Befassung mit ihnen lohnt sich.« Konradsblatt
 
»Gott ist das, was in uns Sehnsucht weckt, kein Strafgott, kein Allmachtsgott, kein ferner Gott. Bei Peter Hamm zum Beispiel: Das Senfkorn ›Als noch Leere war, der Raum/den die Gnade gern hat.‹ Ein Gott, der uns nicht zur Verfügung steht, der im Gedicht, im Gebet erscheint, wie etwa bei Ernst Jandl an gott ›...indes vielleicht eines tages/werde einfach gott wieder da sein/und gar nichts gewesen dazwischen...‹ Der Gedichtband ist sicher ein Wagnis, weil in ihm ein Ernst spürbar wird, den die Leser, gewöhnt an die moralisierende Bestätitungsprosa beider Kirchen, nicht kennen. Aber der Mensch, der ›die Scham geboren zu werden‹ (Michael Krüger) nicht verbergen will, für den ist dieses Buch ein schöngroßes Ereignis, eine Wegmarke. Wer glaubt, der sieht Gott durch die Poesie dieses Buches etwas näher und ferner zugleich, paradox in einem und deshalb nötig.« Matthias Ulrich, Noxiana
 
»Schriftsteller wie Hans Magnus Enzenberger, Peter Huchel, Peter Rühmkorf oder Ernst Jandl verbindet man nicht unbedingt mit religiösen Gedichten. Und doch haben sie in ihren poetischen Werken immer wieder direkt oder in einer sehr verschlüsselten Form Bezug genommen auf Gott oder auf den in der Welt ›abwesenden‹ Gott. Sie und die vielen anderen in dieser Anthologie versammelten Lyrikerinnen und Lyriker arbeiten oder spielen mit dem ›Gottesgeschenk Sprache‹, um sich an Gott zu wenden oder um mit alttestamentarischer Verzweiflung das Fehlen Gottes zu beklagen.« Borromedien.de 
 
»Die Anthologie präsentiert einen vielfältigen Reichtum an Gottesgedichten. Es geht nicht immer unmittelbar um einen Gottesbezug, sondern um die Werte der Menschen, ihre Nähe zur Schöpfung, um Sinnfragen, um Hoffnung.« Südwest Presse
 
»Psalmworte, Alltagsreligiosität, Gebetsrufe - alles das wird im Spiegel der Gedichte hell und in ein neues Licht gestellt. Freilich auch die Wunden, die religiöse Sprache durch die Shoa und die ›deutsche Humanitätskatastrophe‹ (Helmut Zwanger) erlitten hat.« für arbeit und besinnung 

»Für alle, die immer wieder vor der Aufgabe stehen, von Gott verantwortlich zu sprechen, ist dieses Buch ein Vademekum, um einerseits nicht zu verstummen und anderseits nicht eine traditionelle Sondersprache zu wählen, sondern ein Gespräch mit den Zeitgenossen zu suchen, die aus verständlichen Gründen die größten Schwierigkeiten haben, die religiösen Begriffe aus früheren Zeiten ohne weiteres zu übernehmen.« Friedrich Hertel, Deutsches Pfarrerblatt 
 
»Den jüdischen Faden in unserer Nachkriegsdichtung sichtbar gemacht zu haben, und das untergründige Gottesthema in ihr, das ist ein Verdienst dieses Buches. Eine der besten Lyrik-Anthologien überhaupt, die überraschende Einsichten ermöglicht. ›Wir können das Wort Gott nicht reinwaschen.., aber wir können es, befleckt und zerfetzt wie es ist, vom Boden erheben und aufrichten...‹ Diesen aus dem Buber-Zitat hergeleiteten Anspruch einzulösen, gelingt den Autoren auf beieindruckende Weise.« Stefan von Kempis, Radio Vatikan 
 
 
»Der erstaunliche Reichtum der hier gegen die Gottesvergleichgültigung aufgerufenen Gedichte belegt zugleich die bleibende Herausforderung, die die Gottesthematik gerade für Gegenwartsautoren darstellt. Es sind überwiegend Zeugnisse des Ringens, der indirekten Spiegelung, der Andeutung, die ihren Bezug zu Gott nicht gleich auf den ersten Blick erschliessen.« Schweizerische Kirchenzeitung
 
»Das ökumenische Herausgeberduo hat eine gute Auswahl getroffen: Mehr als 120 Dichterinnen und Dichter haben sie in in diesem Band vereint, die sich nach 1945 der Herausforderung stellen und von Gott sprechen.« Zeitzeichen


Nachrichten über "Gottesgedichte":



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30. März 2017
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28. März 2017
Winfried Hermann zur Gast bei der Buchpremiere »Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais«

19. März 2017
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16. März 2017
Klöpfer & Meyer in Halle 5 K108 auf der Leipziger Buchmesse

26. Februar 2017
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