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In Bebons Tal.

Neue Bilder aus Bebenhausen. Gedichte.

Karl Corino

2011, 136 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-010-7

€ (D) 16,90 / (A) 17,40*

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Ein modernes Gegenstück zu Eduard Mörikes (alten) »Bildern aus Bebenhausen«.

»Ein wunderbares Buch! Das ist auch kritische Heimatkunde! Mit großer Reichweite!« Hermann Bausinger

Bebenhausen, Bebons Tal: eines der bedeutenden und gut erhaltenen Zisterzienser-Klöster in Deutschland, ein Ort mit großer Geschichte – und großer spiritueller Kraft. Karl Corino kennt den Ort, das aufgelassene Kloster, seit seinen Tübinger Studentenjahren. Nach solch einer langen »Inkubationszeit« schrieb er im Sommer 2010 seinen Bebenhausen-Zyklus, in dem sich Glanz und Elend mönchischen Lebens seit dem 12. Jahrhundert verdichten. Sein Blick weitet sich aber für die religiöse Thematik überhaupt – und auch für die nachklösterliche Zeit unter den württembergischen Herzögen und Königen, die in Bebons Tal ihren Jagdsitz nahmen.

»Fürwahr, mit geschlossenen Augen seh ich dies Ganze vor mir, wie es kein Bildchen uns gibt.«
Eduard Mörike, Bilder aus Bebenhausen, 1865

Karl Corinos Gedichte sind ein modernes Gegenstück zu Eduard Mörikes (alten) »Bildern aus Bebenhausen«: Freilich ist Mörikes Idylle bei Corino, dem Poeta doctus, der er ist, gebrochen durch Scherz, Ironie und tiefere Bedeutung …

 
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 

Dormitorium

»Du bist mein Lagerkissen,
mein liebliches Bette,
meine heimlichste Ruh«
so schrieb die ferne geistliche
Schwester von ihrem
Gott
 
Hier bestiegen sie ihren Strohsack die
Brüder nach dem täglich
letzten Gebet im großen
Stillschweigen bis zur Vigil
 
Die Natur aber wollte nicht
schweigen sie seufzten sie
schnarchten sie sprachen im Schlaf
Lässliche Sünden von keinem
gebeichtet
 
Was aber wenn sie Bleizucker
aßen das süßlich schmeckende
Salz von dem man flüsterte es
wecke die Sinnlichkeit hasenwild und sie
trafen sich heimlich auf dem
Abort

Das Buch in der Kritik:

»Nun legt Corino einen neuen Zyklus vor, der während nur sechs Wochen im Sommer 2010 entstanden ist, aber die Summe eines ganzen Lebens zieht. Er handelt vom berühmten Zisterzienserkloster Bebenhausen bei Tübingen, dem schon Eduard Mörike 1865 einen Kreis von elf Gedichten gewidmet hat, und seiner bewegten Geschichte seit dem 12. Jahrhundert. Nach der Reformation in Württemberg diente es als Klosterschule, als Jagdschloss, als Sitz des Landtags. Corino kennt den Ort seit seiner Studentenzeit und verbindet mit ihm viele Erinnerungen. So vermischt sich hier die Kulturgeschichte eines Jahrtausends mit privaten Konfessionen. Der Autor ist zwar ein poeta doctus, wie nicht nur der Anmerkungsapparat zu seinen Gedichten zeigt, aber auch mehr als das: ein sensibler Beobachter von außerordentlicher Musikalität, einer, dem spirituelle Innigkeit so wenig fremd ist wie höhere Ironie, ein aufgeklärter Nachbar des mönchischen Lebens.« NZZ am Sonntag
 
»Wer Spirituelles und Meditatives erwartet, wird enttäuscht. Corino schreibt kenntnisreich, respektlos, witzig - aber mit Religion hat er offenbar wenig am Hut. Corinos Wurzeln stecken unübersehbar in der humanistischen Tradition.« Stuttgarter Zeitung 
 
»Wirklich Neue Bilder: Die Gedicht werden zu einem Zwiegespräch zwischen dem alten Kloster und dem modernen Menschen. (...) Sprachlich ist Karl Corino ein Meister. Er spürt Sprache und gibt deshalb jedem Bild den richtigen Rhythmus, liebt den Daktylus, er weiß um den Klang des Wortes und lässt ihn klingen, er weiß, dass Gedichte Proportionen haben und so werden seine Gedichte schön, er weiß um die Pointe und setzt sie so ein. Hier ist also einer, der in Sprache getunkt ist. arbeit und besinnung.« Zeitschrift für die Evangelische Landeskirche Baden-Württemberg 
 
»Corinos Gedichtzyklus weist über das Klösterliche hinaus. Die Herrschaftsverhältnisse im Bauernkrieg und später, unter Württembergs Fürsten und Königen, gehen in die Verszeilen ein. Autobiografisches regt sich, bevor sich die Gedichte erneut dem Alltag und den heimlichen Lüsten der Mönche zuwenden, oder gar der schwarzen Pädagogik der ›Mixas der Welten‹. Nicht zuletzt setzt Corino Seitenhiebe auf die Gegenwart.« Schwäbisches Tagblatt    
 
»Jetzt ist Karl Corino selber als Schriftsteller hervorgetreten, als Lyriker vor allem, als ein historisch bewanderter und phantasiereicher Gedichteschreiber.« Literaturzeit, Radio Bremen
 
»Ein Stück heimatkundliche Kloster- und Kulturgeschichte, weit über den rein theologischen Aspekt hinaus.« Fränkische Landeszeitung

»Sprachlich ist Karl Corino ein Meister. Er spürt Sprache und gibt deshalb jedem Bild den richtigen Rhythmus, liebt den Daktylus, er weiß um den Klang des Wortes und lässt ihn deshalb klingen, er weiß, dass Gedichte Proportionen haben und so werden seine Gedichte schön, er weiß um die Pointe und setzt sie so ein.« Alexander Köhrer, a+b (Für Arbeit und Besinnung)


Nachrichten über "In Bebons Tal.":



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