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Nai oder was wie so ist

Erzählung

Nina Jäckle

2010, 92 Seiten, geb. mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN 978-3-940086-44-0

€ (D) 14,90 / (A) 15,40*

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»Nina Jäckle hat bewirkt, was in der deutschsprachigen Literatur
selten geworden ist: Sie hat mit ihren Büchern einen Stil geschaffen.« Deutschlandfunk

»Ja, das ist eine Jäckle, wie sie leibt und schreibt. – Dass es eine reine Etüde ist, glaubt man nur die ersten Seiten, da diese Prosa einen eigenartigen Sog entwickelt (den sie auch behält). Abenteuer als Sprache, Sprache als Abenteuer; ich fühlte mich viel an Robert Walser erinnert, der seine Sache auch so charmant daherpfötelt und im gestreckten Erzählgalopp querfeldein dahinjagt. Toll, wie sie das Identitätsproblem immer wieder neu umspielt – obwohl es ja so gar nichts von einem Spiel an sich hat.« Manfred Bosch

Wenn es besonders gut läuft, dann kann ein Buch, also die Sprache selbst, eine Welt sein. Eine abgeschiedene, eine ganz eigene Welt. Es ist ein Abenteuer, sich einzulassen auf etwas, das man nicht einzuordnen vermag, auf etwas, das man nur als Ganzes annehmen kann. »Nai« ist ein solcher Text, der unter keine Überschrift, der in keine Gattung oder Schublade passt. Ein Text, der vergnügt und liebevoll seine abstrakten Haken schlägt, der sich selbst genug ist, der nichts weiter ist, als vieles von dem, was wir ein Leben lang in unseren Köpfen hin und her bewegen. Ein Text, der uns auf eine sehr eigene Weise sagt, was wie so ist.

Ein paar Zeilen zur Probe
 
»Ein sehr meisterhaftes Abenteuer. Es fängt auch so an: die Gedanken kommen und die Gedanken gehen. Das ist so im Kopf. Und welcher Kopf rollt schon gerne her und hin und her auf den Schultern. Das tut kein Kopf freiwillig, und kein Kopf tut das gerne. Um genau zu sein, rollen Köpfe auf Schultern niemals, und das ist Sache des Halses.
 
›Fernsein heißt Fremdsein, heißt Wogehtslang, heißt Angstundbang‹, singt Nai.
 
Und ein Junge ist Nai nicht, und ein Mädchen ist Nai nicht, und das tut auch nichts zur Sache. Wer solch traurige Lieder singt, egal ob Mädchen oder Junge, der sollte sich nicht wundern. Bei solch traurigen Liedern bleibt der Mut ganz und gar verschwunden und es muss die List retten, was listig in diesem Moment noch zu retten ist …«
 
 

Das Buch in der Kritik:


 
»›Fernsein heisst Gernsein heisst Hiergehtslang, heisst Sturmunddrang.‹ Der engelzarte Liederton dieser spröden, hochvergnüglichen Erzählung erinnert an Else Lasker-Schüler. Auch ›Nai‹ ist eine Geschichte vom lebenslangen Abenteuer des Aufbruchs, in dem als Figuren ›der Fänger‹, ›die Rettung‹, ›der innere Monolog‹ oder auch ›die Einzigartigkeit‹ auftreten und dem kleinen Nai das Leben schwer- oder leichtmachen.›Nai‹ lässt sich mühelos als Künstlernovelle oder sogar als ein kunstvolles Spiel mit Elementen des Nouveau Roman lesen, der gemäss Jean Ricardou nicht, wie der herkömmliche epische Roman, den ›Bericht eines Abenteuers‹ bringe, sondern das ›Abenteuer des Berichtens‹.« NZZ
 
 »Kleines Einmaleins des Daseins: Erinnern Sie sich an Saint-Exupérys kleinen Prinzen? Was halten Sie von Figuren, die zugleich Kind und Greis sind, die verquer nüchtern denken, scheinbar gelassen staunen und dennoch von den großen Gefühlen nicht verschont bleiben? Nai ist so eine Figur. Ein schmales Bänchen, in gebrauchtes Packpapier gewickelt - und aller Unscheinbarkeit entgegen: ein kleines Wunder.« Markus Bundi, Lesezeit
 
»›Nai oder was wie so ist‹ steht in der Tradition der Ich-Figurationen, wie sie Valéry mit seinem Monsieur Teste, Michaux mit seinem Plume, Albert Ehrenstein mit Tubutsch, Else Larsker-Schüler mit Prinz Jussuf oder in jüngerer Zeit Sibylle Lewitschafroff mit Pong geschaffen haben. Dass Nina Jäckles Poetisierung der Erfindungsgabe da durchaus mithalten kann, zeigt ihre Begabung. Diese kleine Erzählung verdeutlicht wunderbar die Eigenart ihrer Schreibweise. Augenzwinkernd lässt sich die Autorin bei ›Nai‹ auf die Finger schauen, wie sie eine Kunstfigur erschafft, die aus nichts als Sprache besteht.« Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung 
 
»Es ist gut, Freunde zu haben, mit denen man ›sehr meisterhafte Abenteuer‹ erlebt. Nai ist ein solcher Freund und das Abenteuer ist vor allem die brillante Sprache der P.E.N.-Autorin Nina Jäckle, die ihren Nai das Leben erkunden lässt. Charmant, witzig und eine Hymne auf das Dasein. Ein Buch, das man immer dabei haben möchte. Wie einen Freund.« Glamour
 
»Ein Buch, das von Selbsterkenntnis und dem Mut zur Veränderung erzählt, vom Fremdsein, vom Unterwegssein, von der Abhängigkeit des Ich vom Du, von Erkenntnis und Selbstreflexion. Das sind die Dinge, mit denen sich Nai – wie jeder Mensch – auseinandersetzen muss. Nur lässt Nina Jäckle ihn das mit einer Unbedarftheit tun, die die großen Fragen dorthin zurückführt, wo sie hingehören, von einer vergeistigten Welt, in die echte, in der es Gewehre gibt und Tod, Enttäuschung, Ungeduld und hoffentlich auch Liebe.« Märkische Oderzeitung
 
»Glaubt man anfangs das noch nicht einmal 90 Seiten umfassende Büchlein bequem an einem Nachmittag lesen zu können, so zeigen sich erstaunlicherweise schnell Widerhaken.« Begleitschreiben
 
»Luftig, unverbindlich, experimentell. Eine Studie, in der Jäckle zeigt, was sie am Schreiben interessiert: das Herumschieben der Figuren, deren Kopfwelt, die verworfene Möglichkeit, die dem Leben eine völlig andere Wendung gegeben hätte. Jäckles Prosa hat das, was man bei anderen oft vermisst: poetische Kraft.« Stuttgarter Zeitung
 
»Typisch Jäckle. Das Spiel mit der Sprache, die präzise Setzung der Worte, der ihnen inhärente Humor.« SuR
 
»Auf höchst unkonventionelle Art behandelt Nina Jäckle Grundfragen des Lebens und des Schreibens. Es macht Freude, ihr auf diesem Weg des Spiels mit der Sprache zu folgen. Auf knapp 100 Seiten stößt Nina Jäckle auf ihre höchst originelle Weise Reflexionen an. Und die Moral von der Geschichte? ›Das Ende, sehr geehrte Erkenntnis, sollte jeder für sich selbst ausmachen.‹ In diesem Sinne ist das Buch eine Herausforderung für den Leser. Was er daraus macht, bleibt ihm selbst überlassen.« vorwärts.de
 
»Ein Kleinod.« Glanz und Elend 
 
»Äußerst virtuos und humorvoll, mit kindliche Naivität und präziser Beobachtungsgabe erzählt Nina Jäckle diese Parabel. Sehr empfehlenswert, wird jedoch vermittlungsbedürftig sein.« ekz 
 
»Nina Jäckles Erzählung ist eine kleine Verblüffung und eine große Entdeckung. Denn das ist es, was sie schafft: In kleinen Worten eine simple Geschichte zu erzählen, und dabei durch Sprachkraft Großes unterzubringen. ›Nai‹ beginnt wie eine Kindergeschichte und wird zu einer Erzählung über das Hin- und Herschieben der Gedanken, über das Konstruieren und Dekonstruieren der (eigenen) Welt. Der kleine Junge Nai ist Kind und gleichzeitig weiser Reisender, staunender Fremder, trotziger Entdecker und unbedarfter Handlungserschaffender. Jäckles Umgang mit den Erzählebenen, das Dialogisieren, erinnert an den Dadaisten Walter Serner, nur weniger bemüht, wenn gleich abstrakt. Vielleicht ist ›Nai‹ also die Dada-Version des ›Kleinen Prinzen‹ von Saint-Exupéry, sicher aber ein Kleinod der Erzählfreude.« Avivia 
 
»Eine philosophische und im Grunde doch so einfache Geschichte. Genial!« Bücherschau, Wien

»Abenteuer im Zickzackkurs. Nichts ist so, wie es scheint: Wie in einem Vexierbild verschiebt Jäckle ständig die Perspektive, die Protagonisten und eine Stimme mischen sich im Dialog in die Erzählung ein, verbunden durch den Wusnch, endlich einmal ein Abenteuer zu erleben.« Börsenblatt

»Jäckles kleine Philosophie zur Bemeisterung des Lebens wird auch zu gewichtiger Gegenwartsliteratur, sofern sie Gefahren der Kulturindustrie aufscheinen lässt - und die Persönlichkeitsstörungen, die gerade aus der Unfähigkeit zu dieser Grenzziehung erwachsen, in der Erlebnisgesellschaft sich allenthalben offenbaren, wo selbst die ›Freundschaftsdienstleistungsunternehmen‹ ihren Platz haben.« Südkurier
 

»Nai ist eine kluge und äußerst unterhaltsame Spielerei mit der Literatur selbst voller Wortwitz und Anspielungen. Ein Leckerbissen für alle, die Literaturwissenschaft mit Humor betrachten.« Macondo 

 
»Wenn das kein Abenteuer ist: sich auf etwas einzulassen, das man nicht einzuordnen vermag, etwas, das man nur als Ganzes annehmen kann! Das Leben wie die Literatur: Nina Jäckles ›Nai‹ nimmt den Leser gefangen, da dies Büchlein mit höchster Rafininesse geschrieben ist - in einer scheinbar schlichten Sprache, die so natürlich wirkt, wie sie kunstreich ist.« Badische Zeitung  
 
 
 


Nachrichten über "Nai oder was wie so ist":



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