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Die Hitze ließ nur die Dinge

Roman

Susanne Fritz

2009, 196 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-38-9

UVP € (D) 10,-*

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Ein literarisches »roadmovie«. Eine intensive, subtile Liebesgeschichte. Vom sich Finden und Verlieren.

»Eins ist gewiss: Fritz hat Sprachgewalt.« Badische Zeitung
 
»Eine überaus genaue Beobachterin, Erzählerin.« SWR
 
»Sätze wie Spaten!« Arnold Stadler
 
 
Zum Inhalt:
 
Ein Paar, Isabel und Jan. Ihre erste gemeinsame Reise geht in die Ferne: nach Mexiko, in ein spannungsreiches, faszinierendes Land voller Gegensätze. Jan war hier schon einmal unterwegs, mit Caroline, exakt auf derselben Route. Auf halber Strecke hatte sie ihn verlassen. Was er Isabel verschweigt. Neues Spiel, neues Glück. Mit Isabel will er über den »toten Punkt« hinaus gelangen. Als sie begreift, dass er wiederholt, wo für sie alles neu und aufregend ist, erfährt ihre Liebe einen empfindlichen Riss. Sie versteht ihre Rolle nicht, nicht Jans Spiel. Umdrehen, aussteigen geht nicht. Schweigend, auf sich selbst zurückgeworfen, fahren sie weiter. Die Reise, die Erkenntnis ihrer Liebe verwandelt sie. Ein zweites Paar: Nach ihrer ersten gemeinsam verbrachten Nacht lädt der Amerikaner Jeremy die deutsche Fotografin Christine zum Essen ein. Genau in das Restaurant und an denselben Tisch, wo seine Frau einst an einem Herzanfall gestorben war. Am Morgen darauf will er abreisen. Christine hingegen packt eine erstaunliche Energie. Kann er ihr folgen? Und dann, während der Weihnachtstage im südmexikanischen Oaxaca, für einen kurzen Moment, kreuzen sich die Wege beider Paare …
 
 
»Ihre suggestiven Bilder setzen sich fest, gestochen scharf und dennoch geheimnisvoll besitzen sie die Faszination von Traumbildern, poetisch und hintergründig spielen sie mit unseren Sehnsüchten.«
Irene Ferchl
 
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Sie nickt ein. Die Hitze hat den Sinn aufgezehrt und nur die Dinge gelassen. Von ihrer Liebe lässt die Hitze nur die Körper, die einander finden, auch ohne Sinn, ohne Umwege, ohne Sprache und Gefühle. Ihre erhitzten Körper brauchen keinen Text. Zwischen ihnen ist kein Abgrund, der mit Silben zu füllen, keine Distanz, die mit Erklärungen zu überwinden, keine Nähe, die mit Bedeutungen zu steigern wäre. Ihre Körper fließen in eins. Fraglos, bedingungslos. Der eine ist die Vibration, die Körperschwingung des andern. Keine lange Rede, kein kurzer Sinn. So muss das Paradies sein. Sinnlich, nicht sinnvoll. Leichtsinnig, nicht gefühlsbeladen. Ausgelassen, nicht gedankenschwer. Ein gewissenloses Dasein in der Hängematte. Süßes Leben. Ein Strohhalm zwischen den Lippen, Hitze im Gesicht.«
 
 
Buchbesprechung vom 24. November 2009 auf DSR3 [MP3-Format, 1.0MB].
 
 

Das Buch in der Kritik:

»Mit sprachgewaltigen Bildern und einfühlsamen Einblicken in ihr Seelenleben begleitet Susanne Fritz ihre Protagonisten auf die unterschiedlichen Stationen ihres Zusammenfindens als Paar. Die verknappte aber sehr poetische Darstellung ihrer Figuren bietet Raum für vielschichtige Interpretationen und lädt den Leser ein, sich mit auf die Reise zu begeben und Widersprüche zu entdecken - nicht nur diejenigen von Mexiko, sondern auch diejenigen der Liebe.« allmende
 
»Eine Liebes- und Reisegeschichte zugleich, voller suggestiver Bilder und genauer Beobachtungen. Die Faszination der Fremde, die Sehnsucht nach Liebe und Nähe, Sinnlichkeit und Leidenschaft fesseln den Leser.« Südkurier
 
»Ein Roman, der sich beim Lesen zu drehen beginnt, wie man ein Kaleidoskop drehen kann, die Farben sind zwar satt, aber sie verändern sich, die Muster sind zwar scharf, aber sie verändern sich. Fritz' Figuren trachten danach, das Kaleidoskop selber zu drehen, können aber nicht. Die Geschichte fährt ein wie das Kreischen der Kreide auf der Wandtafel, die präzise Sprache transportiert die Innen- und Außenwelten der Figuren.« Tania Kummer, drs3
 
»Susanne Fritz erzählt in ihrem hochliterarischen Roadmovie in betörend schöner Sprache vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe.« Buchjournal
 
»So präzise und bildmächtig, wie Susanne Fritz Mexiko beschreibt, könnte es einer ihrer Sehnsuchtsorte sein. Die akribisch von ihr beobachteten Szenen und recherchierten Fakten werden in eloquenter Sprache offeriert.« Badische Zeitung   
 
»Ein hochliterarisches Roadmovie voll überraschender Wendungen und detailscharfer Beobachtungen, eine Reise nach Innen. Und: ein subtiles, intelligentes, in seiner Herbheit bisweilen verstörendes Buch.« Art & Act
 
»Weder fehlt es Susanne Fritz an schneidenden Sätzen, die auch das Innenleben ihrer Figuren ausleuchten, noch an reportagenahen Erzählpassagen und daran geknüpften Einsprengseln zur Kolonialgeschichte.« Aargauer Zeitung
 
»Ein opulent erzähltes Buch mit einem sehr differenzierten Plot. Dabei hat die Freiburgerin ihre eigene Sprache entwickelt: fast stakkatohaft sind die Dialoge, kraftvoll und mit starken Farben.« lesenblog.de


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